Mit einem Safe durch Hamburg

Auf der Reeperbahn Nachts um halb eins, gibt es Geocaches oder auch keins. Unsere Reiseagenda führte uns dieses mal wieder in den hohen Norden, in das schöne Hamburg. Bei 6 Tagen Aufenthalt sollte sich auch einige Zeit zum geocachen finden. Erfahrung macht schlau, weshalb wir bei unserem vierten Besuch in Hamburg wussten, was alles in den Koffer gehört. Denn auch wenn Sonnenschein angekündigt war, ist eine Regenjacke nie verkehrt. Denn bei Wetterumbrüchen im Minutentakt, sollte man für jede klimatische Veränderung etwas im Rucksack haben.

Neben dem Geocachen stand für mich vor allem fotografieren ganz vorne auf der ToDo-Liste. Da dieses Mal der Parkfriedhof in Ohlsdorf und auch der Fischmarkt in Altona auf der Route stand (aufgrund der Öffnungszeiten von 5:00 – 9:30 war es uns bisher einfach zu früh), wollte ich meine Spiegelreflexkamera, ein paar Wechselobjektive und ein Reisestativ immer dabei haben.

Besonders bei der Planung des Tagesrucksacks und des benötigten Equipment stößt man schnell auf ein paar Probleme. Bisher war ich mit meinem Mammut Tagesrucksack gut bedient, da ich einfach alles hinein geschmissen hatte, was ich voraussichtlich über den Tag benötigen würde. Durch die größer gewordene Kameraausrüstung war dies jedoch nicht mehr möglich. Um die Kamera sicher zu verstauen und trotzdem schnell griffbereit zu haben, musste ein extra kameratauglicher Tagesrucksack her.

Als großer Freund des Mammut-Sortiments, mit dem ich bisher nur positiven Erfahrungen im täglichen Gebrauch hatte, sollte auch auf dem Kamerarucksack ein rotes Mammut sein. Nach kurzer Suche musste ich aber feststellen, dass es von Mammut leider keine Rucksäcke gab, die meinen gewünschten Kriterien entsprachen. Für einen Tagesrucksack sollte es ein verhältnismäßig kleiner Rucksack mit einer Größe von ca. 15-20 Liter sein. Er sollte ein extra Fach haben um die Kamera verstauen zu können und durch eine kleine Seitenöffnung  die Möglichkeit bieten, diese bei Bedarf schnell heraus holen zu können. Außen sollte es die Möglichkeit geben ein Stativ zu befestigen und zusätzlich sollte es etwas „neutralen“ Stauraum geben um eine Regenjacke und etwas zu Trinken unterbringen zu können.

Auch wenn die Reise ins Flachland ging, so wurde ich schnell fündig im Onlineshop der Bergfreunde, die mir freundlicherweise auch ein Modell zum Testen zur Verfügung stellten. Entschiede hatte ich mich für den Fotorucksack Camsafe V17 der Firma Pacsafe, da er alle gestellten Kriterien erfüllte. Lieben gelernt hatte ich ihn jedoch aus Gründen, die mir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bekannt waren, doch dazu später mehr.

Das Erste ausprobieren des Fotorucksacks stimmte mich sehr positiv. Sehr gute Verarbeitung, dickes abweisendes Oberflächenmaterial, stabile und gut gepolsterte Gurte, gepolsterte Rückenfläche, viele kleine Taschen für Tinnef und ein extra Regencape für den Rucksack im Boden. Innen ist der Rucksack zweigeteilt. Im unteren Teil ist eine gepolsterte Kameratasche eingesetzt, die sich mit verschiedenen Zwischenwänden auf die eigene Kamera anpassen lässt. Dieses Prinzip kennt bereits  von allen herkömmlichen Kamerataschen und Kamerarucksäcken. Eher seltener ist der abgetrennte obere Bereich des Rucksacks, der komplett leer ist und somit als „normaler“ Tagesrucksack dient. Erster positiver Aha-Effekt: die eingesetzte Kameratasche im unteren Teil des Rucksacks lässt sich komplett entnehmen und die Trennung zwischen oberen und unteren Bereich lässt sich öffnen. So hat man einen ganz normalen 17 Liter Tagesrucksack ohne „Kamera-Features“. Dies erlaubt es den Rucksack als normalen Tagesrucksack immer dabei zu haben und dann nur bei Bedarf mit der zusätzlichen Kameratasche auszustatten.
Ebenfalls sehr praktisch, das schmale Fach im Rückenteil um ein Notebook unterzubringen. In meinem Fall diente es als Dokumentenfach, um am Flughafen und im Hotel die Reservierungen schnell griffbereit zu haben.  Das Fach ist groß genug, um auch DIN A4 Dokumente knitterfrei transportiere zu können.

Nach ausgiebigen ausprobieren der Rucksack-Features wurde mir dann auch schnell klar, warum der Hersteller PacSafe heißt, denn bei diesem Produkt handelt es sich tatsächliche um kleinen Safe. Da es sich um einen Rucksack für Spiegelreflexkameras handelt, hat man schnell Ausrüstung im Wert von mehreren Tausend Euros dabei. Gerade herkömmliche Fotorucksäcke verraten potentiellen Dieben bereits am Aussehen, dass es sich um teureren Inhalt handelt und bieten in der Regel keine zusätzlichen Sicherheitsmechanismen.

Genau an diesem Punkt setzt PacSafe mit seinem Fotorucksack an und verpackt die Kamera nicht nur sicher gegen Stöße, sondern auch gegen Diebstahl. Dies fällt zuerst am Reißverschluss auf, denn wer den Reißverschluss Schieber sucht, der findet zunächst keinen. Am Ende des Reißverschlusses sind kleine Haken angebracht, in die der Schieber eingehakt werden kann. Dieser verhindert, dass der Reißverschluss einfach aufgemacht werden kann. Um diesen Schieber nicht einfach aus dem Haken zu lösen, hängt dieser zusätzlich an einem kleinen Gummizug, der das ganze Konstrukt in eine Tasche verschwinden lässt. Um sich also am Reißverschluss vergreifen zu können, muss dieser erst einmal gefunden, am Gummizug herausgezogen, aus dem Haken gelöst und aufgezogen werden. Dies ist weder einhändig noch unbemerkt möglich. Nach diesem Prinzip sind alle Reißverschlüsse am Rucksack gesichert.

Aber was bringt einem ein sicherer Reißverschluss, wenn einfach der ganze Rucksack geklaut wird, denn dies ist mir bereits auf einer Messe passiert. Ich saß auf einem Stuhl und hatte den Rucksack zwischen meinen Beinen liegen. Irgendwie hat es jemand geschafft den Rucksack unbemerkt von hintern unter dem Stuhl weg zu klauen.
Auch für diesen Fall gibt es eine Lösung am PacSafe Fotorucksack. Der rechte Schultergurt ist am unteren Ende nicht fest mit dem Rucksack vernäht, sondern über einen speziellen Karabiner und einer zusätzlichen Drehmechanik angebracht. Dies ermöglicht es den Träger vom Rucksack zu lösen, um ein Tischbein zu wickeln und am Rucksack wieder zu befestigen. Der Rucksack ist somit fest mit dem tisch, oder einem anderen Objekt, verbunden und lässt sich nur über den speziellen Karabiner wieder lösen (wer es besonders sicher mag, könnte auch ein Schloss einsetzen).

Besonders Gelegenheitsdiebe sollte es so schnell von ihrer Tat abbringen, wenn sie weder den Reißverschluss öffnen, noch den kompletten Rucksack entwenden können. Aber auch für die Schwerkriminellen, die mit Messer und Seitenschneider unterwegs sind, bietet der Rucksack einige Hürden. In den Gurten sind zusätzlich und unsichtbar Drahtseile eingearbeitet, die ein Abschneiden der Gurten verhindern. Wenn der Rucksack also mit Hilfe des Trägergurts um etwas gewickelt und fixiert ist, lässt sich dieser nur über den Sicherheitskarabiner entfernen. Selbst mit Gewalt und Werkzeugen ist dies nicht ohne weiteres möglich.
Aber warum einen Rucksack vom Gurt trennen, wenn man mit einem Cutter einfach durch die dünne Polyesterhaut eine neue Öffnung hinein schneiden kann? Auch dies ist nicht ohne weiteres möglich, da Teile der Innenwand mit einem zusätzlichen Drahtgeflächt verstärkt sind, welches nicht mit einem Cutter durchgeschnitten werden kann.

Bei diesem Sicherheitskonzept merkt man schnell, dass sich PacSafe Gedanken gemacht hat und das Szenario auch weiter durchspielt um vor mehreren Gefahren zu schützen. Dies ist mir insbesondere bei einer kleinen unscheinbaren Innentasche aufgefallen. Wer einen neuen Reisepass besitzt weiß, dass dieser mittels NFC Technik elektronisch ausgelesen werden kann. Mit entsprechenden Lesegeräten kann dieser ausgelesen werden,  auch wenn er sich in einer Tasche befindet.
Auch was moderne Bezahlmethoden angeht, wird gerne auf NFC Technik gesetzt und Bank- und Kreditkarten mit RFID Chips ausgestattet. Oder auch Kartensysteme im Nahverkehr, wie z.B. die Oyster Card in London oder die Octopus Card in Hong Kong setzen auf diese Funktechnik. Um auch vor diesem digitalen Diebstahl zu schützen, ist im vorderen Bereich des Rucksacks eine kleine Tasche mit der Aufschrift „RFID Safe“. Diese Tasche ist innen mit einer speziellen Beschichtung versehen, damit Objekte innerhalb dieser Tasche, wie z.B. Reisepass oder Karten, nicht ausgelesen werden können.
Selbst wer auf diese Funktion keinen Wer legt, hat so zumindest eine kleine passende Tasche um den Reisepass schnell griffbereit zu haben.

Voller Begeisterung ging es mit dem neuen Rucksack samt Kameraausrüstung nach Hamburg und meine Entscheidung für den Kamerarucksack von PacSafe und gegen den herkömmlichen Tagesrucksack von Mammut wurde jeden tag aufs Neue bestätigt. Der Mammut Rucksack hat vor allem durch das zusätzliche Rückengestell einen besseren Tragekomfort und eine deutlich bessere Luftzirkulation im Rückenbereich, dies gleicht der PacSafe aber durch die bessere Aufteilung und die Sicherheitsfunktionen wieder aus.
Besonders in Großstädten, bei Menschenansammlungen oder Gebieten mit einer hohen Touristendichte habe ich mich mit dem PacSafe deutlich sicherer Gefühlt. Vor allem in U- und S-Bahnen habe ich bisher immer darauf geachtet mit dem Rücken zur Wand zu stehen, was nicht immer möglich ist, damit niemand im Gedränge etwas unbemerkt aus dem Rucksack klauen kann. Dieses Mal war mir dies herzlichst egal, da ich wusste, dass aus dem Rucksack nichts entwendet werden kann.
Gerade auf der Reeperbahn, auf der man schnell von Bettlern oder dubiosen Gestalten angesprochen wird, war ich mehr als glücklich über meine Wahl des Rucksacks. Anders sah es da bei Team Swips aus, die einfache Eastpack Rucksäcke dabei hatten und immer ein extra Auge darauf werfen mussten.

Je nach Erwartung, Verwendungszweck und Ausrüstung kann es aber auch ein paar negative Punkte zu diesem Rucksack geben. Die Kameratasche und das dazugehörige Außenfach sind verhältnismäßig klein. Eine herkömmliche Spiegelreflexkamera passt zwar gut hinein, sobald man aber ein größeres Modell oder einen Batteriegriff hat, gibt es schnell Platzprobleme. Meine Kamera hatte einen zusätzliche Batteriegriff, eine zusätzliche Stativplatte und noch einen breiteren extralangen Gurt. Bis dieses Ungetüm an Kamera wieder verstaut ist, bedarf es etwa an Aufwand.
Für dieses Problem bin ich aber selbst verantwortlich. Vor allem mit den aktuellen spiegellosen Modellen der Alpha Serie von Sony, würde man sich als Reisekamera deutlich leichter tun.
Leider hatte ich erst nach unserer Reise festgestellt, dass es alternativ zu meinem Camsafe V17 auch einen Camsafe V25 Rucksack gegeben hätte, der für größere Kameras besser geeignet ist.

Auch der zusätzliche Stauraum ist m V17 relativ knapp bemessen. Effektiv genügt dieser für genau eine Regenjacke oder ein Fleece. Eine zusätzliche Trinkflasche kann nur außen angebracht werden und das auch nur wenn nicht bereits ein Stativ befestigt ist. In den Innenbereich passt maximal eine 0,5 L Flasche, sofern man auf eine Jacke verzichtet. Jacke, Stativ und was zum trinken geht nicht. Daher auch an dieser Stelle wieder der Hinweis auf den größeren V25.

Die Reißverschlusssicherung ist Fluch und Segen in einem. Denn wenn man selbst etwas „kurz“ aus dem Rucksack holen will, muss jedes Mal erst die Sicherung gelöst und danach wieder eingehakt werden. Nach einer Weile hat man den Dreh zwar raus, prinzipiell lässt sich dieses System nur zweihändig bedienen und sorgt so für einen größeren Aufwand. Grundsätzlich kann man die Sicherung auch weg lassen, aber dadurch verfehlt man den eigentlichen Sinn dieses Rucksacks.

Der PacSafe ist für mich zum neuen Standardrucksack zum geocachen und fotografieren in urbanen Bereichen geworden. Trotz den Größenmankos habe ich doch alles Wesentliche dabei, oder muss mir zumindest vorher Gedanken machen was ich alles mitnehmen will. Bei einem aktuellen Preis von rund 180 Euro liegt er zwar über dem Preisniveau herkömmlicher Tagesrucksäcke, bietet dafür aber auch deutlich mehr an Funktionen. Ganz nach dem Prinzip „You get what you pay for“. Vor allem für alle Fotografen unter den Geocachern eine absolute Kaufempfehlung!

Das Geocaching-Handbuch für Anfänger

vor Äonen von Jahren, als ich mit dem Geocaching Blog angefangen hatte, kam in mir die Idee auf meine Erfahrungen und Erlebnisse beim Geocaching nicht einfach nur in Berichten nieder zu schreiben, sondern auch die wesentliche Essenz an Informationen auch in einer Art Handbuch zusammenzufassen. Aus diesem Grund erstellte ich schon Relativ früh die Unterseite “Handbuch“, welches mit der Zeit wachsen sollte.

Viele Jahre blieb es nun ruhig in dieser Rubrik, weshalb ich diese gerne wieder zum leben erwecken möchte, um vielleicht doch eines Tages Anfängern ein nützliches und vor allem kostenloses Handbuch zur Seite stellen zu können.

Den für mich wichtigsten Aspekt, das schützen der Natur, habe ich bereits ausgeführt. Auch einen wie ich finde “klassischen Fehler” zum legen von Geocaches habe ich bereits aufgearbeitet.
Leider gehen mir ab jetzt aber auch die Ideen aus, bzw. sehe viele Dinge vielleicht schon als selbstverständlich an um diese extra erklären zu müssen.

Daher meine Frage, was findet ihr gehört in ein solches Handbuch für Anfänger? Was sind eure Erfahrungen und auf was sollte man unbedingt hinweisen? Welche Fehler gilt es zu vermeiden und wie schafft man einen einfachen Einstieg in das Hobby Geocaching?
Schreibt eure Meinungen und Anregungen einfach in die Kommentare.

Produktvergleich: Mammut Needle vs. Mammut Redburn Pro

Mammut Redburn Pro und Needle Mittlerweile ist es nun fast auf den Tag genau 1 Jahr her, dass ich meine Mammut Needle Schuhe bekommen habe. Nach den ersten beiden Testwochen und er anfänglichen Begeisterung waren die Schuhe regelmäßig in Gebrauch und haben es auf ca. 300 km Jahresleistung gebracht, wovon circa 80% Asphalt, 10% Schotter und 10% Waldboden waren (geschätzte Werte). Bei den meisten Schuhen habe ich mittlerweile dran gewöhnt, dass diese nur 1-2 Jahre halten, weil die Sohle dann bereits einen starken Abrieb aufweist. Bei den Mammut Needle war nach einem Jahr jedoch die ganze Sohle schon durchgelaufen und es war bereits das Innenfutter zu sehen.

Mammut Needle Es wurde also dringend Zeit für einen Ersatz. Da ich nach wie vor von den Mammutprodukten und deren Qualität überzeugt bin (und da Mammut zu den zu den wenigen Herstellern gehört der Schuhe in meiner Größe 49 anbietet), sollte es wieder ein Schuhpaar aus dem Hause Mammut werden. Schon allein um einen direkten Vergleich möglich zu machen. Dieses Mal fiel die Wahl auf die Mammut Redburn Pro, ein Reise- und Urban Climbing Schuh welche ebenfalls wieder von Bergfreunde.de zur Verfügung gestellt wurden.

Mammut Redburn Pro und NeedleOptisch sehen sich sowohl Needle als auch Redburn Pro sehr ähnlich, zumal in meinem Fall beide Modelle auch noch Cyan sind, von den Eigenschaften liegen beide Modelle jedoch weit auseinander. Beide Modelle sind zwar laut Mammut in der Kategorie “Reisen, Urban Climbing” einsortiert, aber man merkt vor allem bei der Sohle erhebliche Unterschiede. Der Needle mit einem Flex Index von 4 hat eine sehr weiche Sohle, welche sich (mittlerweile auch aufgrund der starken Abnutzung) mit nur einem Finger komplett umbiegen lässt. Da er auch von der Form sehr stark an einen Kletterschuh erinnert, kann ich mir vorstellen, dass er vor allem für spontane Boulder-Kletteraktionen gut geeignet ist.
Der Redburn Pro hingegen mit einem Flex Index von 7 hat eine sehr harte und starre Sohle. Diese lässt sich selbst mit der ganzen Hand nur um ein paar Grad nach oben verbiegen. Diese Eigenschaften kennt man vor allem von alpinen Schuhen. Je schwieriger und spitzer das Gelände, desto verwindungssteifer ist die Sohle.

Grundsätzlich geht der Flex Index von A4bis A9, sowie zusätzlich B1 bis B3. Während A4 eine sehr weiche und biegsame Sohle hat, ist A9 sehr steif und für Steigeisen geeignet. die B-Stufen sind dann nochmal speziell für das Bergsteigen ausgelegt. Der Index A7 ist übrigens als mittelfeste Sohle und als erste Stufe mit aktiver Stützung definiert.

Mammut Redburn ProDer Mammut Redburn Pro hat auch noch die Geschwister Redburn Low, Redburn Low GTX und Redburn Mid GTX. im Vergleich zu diesen Modellen hat der Redburn Pro eine eine steifere Sohle (A6), einen Poro-Keil (die Erhebung unter der Ferse), eine Gummimischung in der Sohle mit stärkerer Haftung, sowie eine konventionelle Zungen-Konstruktion (der Teil unter der Bindung).
Im Vergleich zum Needle verfügen die Redburn Modelle über eine speziell entwickelte gripex Cougapproach-Sohle, sowie eine besonders steife “climbing zone” in der Spitze der Sohle.

Auch beim Halt und den Stützfunktionen lassen sich Unterschiede feststellen. Der Needle lässt sich fast wie ein Sneaker tragen, man kann also leicht rein und raus schlupfen. Für meinen Geschmack jedoch etwas zu wenig Seitenhalt, denn gegen Ende haben die Seitenteile soweit nachgegeben, dass ich sogar die Kante der Fußsohle spüren konnte.
Beim Redburn pro sieht das anders aus. Vor allem rund um den Knöchel lässt sich ein deutlich besser Halt feststellen. Die Seitenteile wirken auch etwas fester, dies kann aber auch daran liegen, dass der Needle bereits sehr ausgelatscht ist. Ob die neuen patentierten Seitenbänder vom Redburn Pro wirklich mehr halt geben, werde ich dann wieder in einem Jahr sehen.

Fazit:
Der Mammut Needle ist grundsätzlich kein schlechter Schuh, aber für meine Verwendungszwecke wohl nicht die richtige Wahl. Ich vermute dass man sich in der horizontalen Bewegung (also Klettern/Bouldern) mit ihm leichter tut, als in der vertikalen Bewegung (Wandern). Der Mammut Redburn Pro ist dagegen eher der kleine Bruder der großen Bergstiefel und hat entsprechend deren Eigenschaften geerbt. Die Sohle macht zumindest zu Beginn einen deutlich langlebigeren Eindruck. Ob sich diesr Eindruck auch bewahrheiten wird, werde ich wohl wieder erst in einem Jahr feststellen.

Geokrety: Die Reise geht weiter

Fabidoo Geokrety“Eine Email von Geokrety? Ach stimmt, da war mal was!”. Mich erreichte gerade eine Email von Gekrety, dass mein Fabidoo Geokret in den USA angekommen ist. Ich muss gestehen, dass ich diesen kleinen Kollegen schon fast vergessen hatte, schließlich hatte ich ihn 2008 auf Reisen geschickt. Während seine Route anfangs recht holprig durch Europa ging, blieb es eine Weile still, bis er 2012 wieder in China auftauchte. Danach war wieder Funkstille und ich hatte ihn eigentlich als verschollen abgehakt. Nun, 2 Jahre später gibt es ein neues Lebenszeichen aus San Francisco.

Nach insgesamt über 5 Jahren hat er nun 18.628 km zurückgelegt. Sein Ziel einmal die Erde zu umrunden (Äquator = 40.000 km) wäre somit fast zur Hälfte erledigt. Da es in Amerika doch einige Geocacher mehr als in China gibt, hoffe ich, dass die nächsten 20.000 km nicht wieder 5 Jahre brauchen.

Im Wald mit Sextant und Kompass

Ein bisschen fühle ich mich wie ein alter Seebär. Früher war das Navigieren auf hoher See noch ein richtiges Handwerk. Da musste man noch Sternenbilder kennen um dann mit Hilfe von Kompass und Sextant den eigenen Kurs bestimmen zu können. Heute kann jedes Ruderboot mit einem GPS-Gerät ausgestattet werden und weiß immer wohin die Reise geht. Technischer Fortschritt ist toll, lässt aber altes handwerkliches Können aussterben.

Genauso erging es mir heute beim Geocachen. Das GPS-Gerät hatte nach einer doch recht langen Pause schon eine ordentliche Schicht Staub auf dem Display angesetzt. Trotzdem funktioniert es noch einwandfrei und die alten Handgriffe sitzen auch. Nach einer kurzen Zeit waren Karten und Caches aktualisiert und es konnte seit langen mal wieder auf eine richtige Cachetour gehen … also so eine richtige Runde, mit mehreren Caches die man vorher ausgewählt hat. Und nicht nur solche die man zufällig am Wegesrand mit nimmt, weil da eben gerade einer lag.

An der Parkkoordinate angekommen sollte es mit zwei befreundeten Geocachern auf eine Runde mit 15 Caches gehen und etwa 2 Stunden in Anspruch nehmen. Mein altes Garmin Colorado wirkte jedoch schon etwas antik neben den modernen Smartphones. Großes Bildschirm, Touchfunktion und vor allem Internet. Ich wusste ja, dass es von Groundspeak eine App zum geocachen gibt. Mit fast 9 Euro hatte ich diese aber immer als zu teuer abgetan, schließlich habe ich ja alles und es funktioniert auch. Wozu soll ich mir dann also noch zusätzlich so ein neumodernes Appszeug holen? …so zumindest meine Einstellung bis zum heutigen Tag.

Ich hatte mich natürlich auch schon auf meinen Androidgeräten am geocachen probiert. Vor allem mit Locus, OSM Karten und ein paar Pocketqueries konnte man durchaus auf Cachetour gehen.
Ich bekam jetzt aber den Hinweis, dass es die Groundspeak App auch als “light version” kostenlos gibt. Dank Smartphone und HSDPA konnte ich mein Smartphone direkt im Wald mit der neuesten App versorgen … verrückt, diese neue Technik! mit Garmin am Rucksack und Smartphone in der Hand ging es nun auf Tour. Schnell musste ich feststellen, dass die App, wenn auch nur in abgespeckter Form, besser war als ich vermutete. Dank mobilem Internet werden die aktuellen Kartenabschnitte heruntergeladen. Es werden die aktuellen Caches in der Gegend angezeigt und noch ein paar andere kleine Spielereien. Die für mich wichtigste Funktion war jedoch, dass ich den Cache direkt vor Ort loggen konnte. Erst mit dem Stift im Logbuch, danach mit dem Finger auf dem Smartphone.

Ich erinnere mich noch an Zeiten, als ich wie ein alter Seebär Stunden damit verbracht hatte alle Seekarte…ääh, Topokarten und Satellitenbilder in Google Maps zu studieren. Die optimale Route zu erarbeiten. In den Anfangszeiten noch ohne GPS alles auf Papier auszudrucken, wenn es später relevant werden könnte. Und heute? Da klicke ich mitten im Wald auf meinen Appstore und hab binnen Minuten alle Informationen zur Hand, für die ich früher Stunden brauchte. Vielleicht werde ich doch meine Cachegewohnheiten wieder etwas überarbeiten. Vor allem häufiger und spontaner. Bei mir persönlich wirkt die App sehrmotivieren, schließlich fallen die Standardfragen weg wie: “Muss ich noch eine Pocketquery generieren?”, “Sind alle Caches auf dem GPS?”, “Sind alle Kartenkacheln auf dem GPS?” …. und und und, die zu Beginn jeder Reise standen. Jetzt steigt man einfach ins Auto, fährt in eine beliebige Region und schmeißt einfach sein Smartphone an.

Die kostenlose App hat mich überzeugt und ich vermute mal, dass ich mir in naher Zukunft wohl auch die große Version für 9 Euro holen werden. Diese bietet einfach nochmal mehr Komfort und Funktionen. Was die App aber an Auswirkungen auf die Geocaching-Community hat, finde ich jedoch eher fragwürdig. Bisher gab es für nur die Kasten “Geocacher” und “Premium Geocacher”. In Zukunft muss dies wohl noch um die Gruppe der “Casual Geocacher” erweitert werden. Eine Gruppe an jungen Menschen die mehr in Ihr Smartphone als in den Wald schauen und deren App ihnen gerade sagt, dass sich ein Cache in der Nähe befindet. Man muss nicht mehr wissen was eine Koordinate ist oder wie man sein Kartenmaterial aufbereiten muss.
Wie auch beim alten Seebär ist zwar technischer Fortschritt was tolles, aber es geht doch irgendwie ein bisschen Handwerk verloren.

Olympia Lost Place

Pünktlich zum Ende der Olympische Winterspiele in Sotschi beginnen nun sie Spekulationen was aus den Spielstätten wird. Die ein oder andere Halle soll zwar für die Fussball Weltmeisterschaft 2018 in Russland recycelt werden, aber die meisten Plätze werden wohl zu einem Lost Place verfallen (wohl spätestens nach der WM). Passend zum Thema gehen aktuell wieder die Bilder der Olympiastätte in Sarajewo von 1984 durch das Internet, welche zu einem absoluten Bilderbuch Lost Place verfallen sind. Selbstverständlich darf ein Geocache an einem solchen Ort nicht fehlen.
Die ersten Wetten werden angenommen, ab wann es die ersten Lost Place Caches in Sotschi gibt :-)

Umzug Phase 1 abgeschlossen

Sodele, der Serverumzug inkl. Softwareupdates ist wie erwartet abgelaufen … also nicht Fehlerfrei und nur mit hängen und würgen durch die einzelnen Schritte. So wie es eben immer ist.
Für den Besucher hat sich bisher jedoch noch nichts geändert. Inhaltlich ist alles bisher beim alten geblieben. Wer jedoch irgendwelche Probleme findet die von mir übersehen wurden, darf Sie gerne in die Kommentare posten.

Im nächsten Schritt steht nun auch die inhaltliche Überarbeitung des Geocaching Blogs. Tote Funktionen und Seiten fliegen raus. Beliebte Inhalte erhalten ein Update. Diese Phase wird aber sicherlich noch die ein oder andere Woche in Anspruch nehmen. Für Wünsche nach besonderen Inhalten bin ich natürlich jederzeit offen … auch hier, einfach in die Kommentare damit.

Geocachign Blog needs maintenance

Aufgrund mangelnder Zeit ist der Geocaching Blog leider etwas eingestaubt. Vor allem im technischen Bereich merke ich dies doch sehr stark, da Software und Plugins schon viele Versionen hinterher sind. Ich werde deshalb in den nächsten Tagen versuchen den ganzen Webauftritt auf einen komplett neuen Server umzuziehen und der Seite eine Erneuerungskur mit einigen Updates zukommen lassen.

Auch inhaltlich werde ich in den nächsten Tagen und Wochen versuchen an den Karteileichen zu arbeiten. Denn viele Links funktionieren nicht mehr und einige Provider auf dessen Funktionen ich zugreife, haben bereits ihren Dienst eingestellt. Wie es eben bei einem größeren Relaunch üblich ist läuft nicht alles reibungsfrei, weshalb immer wieder mit einer gewissen Ausfallzeit zu rechnen ist, in der Hoffnung dass danach alles in neuer Frische erstrahlt.

Produkttest: Mammut Needle Approachschuh

Der Sommer ist da, der Urlaub naht. Wie sollte es auch anders sein, dass pünktlich zur Urlaubssaison die alten Treter durch gelatscht sind. Statt in die Alpen geht es dieses Jahr an die Ostsee, um genau zu sein nach Usedom, mit Europas längster Strandpromenade von 12 km. Die Kritikpunkte für das neue Schuhwerk waren also schnell gefunden: Da es kein Gebirge gibt sollte die Sohle weich sein um bequem darin zu laufen. Das Haupteinsatzgebiet liegt im urbanen Bereich, es sollten aber auch entsprechende leichte Wanderungen möglich sein.

Die Wahl des richtigen Schuhs, der als alltäglicher Alleskönner herhalten muss ist auf den Mammut Needle Approachschuh gefallen. Er ist das Highlight der Mammut Urban Climbing Serie und konzipiert für Reisen, unwegsames Gelände und Urban Climbing. Besonders in der Farbkombination Schwarz-Cyan sorgt auch das Design für den entsprechenden Hingucker.

Der erste Eindruck der Schuhe war wie gewohnt bei allen Mammut Produkten. Hochwertige Materialien, gute Verarbeitung und ansprechendes Aussehen. Das Außenmaterial ist eine einfache Single Shell Construction aus Velourleder mit Textileinsätzen. Die Schuhspitzen sind zusätzlich noch mit einer „Liquid Rubber Protection“ versiegelt, eine Gummikappe die dafür sorgt dass die Schuhspitzen stoßfester sind und vor verstärkten Abrieb schützt.

Bei einem frontalen Blick stellt man auch schnell die Verwandtschaft zu den reinrassigen Kletterschuhen von Mammut fest, da diese optisch leicht nach innen gebogen sind und eine asymmetrische Bindung haben. Wenn man nur normale Wanderschuhe kennt wirkt diese gebogene und asymmetrische Form etwas verwirrend, der Bequemlichkeit und dem Laufkomfort tut dies keinen Abbruch. Da Mammut seine Kompetenzen im Klettersport hat, sind die Schuhe daher sehr gut für spontane Kletteraktionen geeignet um zum Beispiel auch an die höher gelegenen Caches zu kommen.

Die Sohle verfügt innen über ein Mammut DC Fußbett um für eine optimale Passform zu sorgen und einem voll integriertem PU (Polyurethan) Keil als Zwischensohle, welcher eine große Dauerhaftigkeit und gute Dämpfung bietet. Zusätzlich ist noch die von Mammut patentierte Base Fit Technologie verarbeitet, die mit Hilfe von frei gleitenden Bändern, welche in der Brandsohle verankert sind, für eine verbesserte Kraftübertragung vom Schnürelement zur Sohle sorgt. Eingestuft ist der Schuh mit einem Flex Index von A4 und einem Leisten Index als „Multifunction“.

Fazit:
Im Alltag hat sich der Schuh bisher als perfekter Allrounder bewiesen. Dank der Kombination aus modernem Design und wesentlichen Outdooreigenschaften, habe ich den Schuh sowohl im Büro als auch beim Geocachen an. Wie die Namensbezeichnung Approachschuh schon ausdrückt, ist der Schuh von urbanem Gelände, über leichtes Gelände bis hin zum Zustieg geeignet.

Einen besonderen Pluspunkt erhält Mammut wie immer von mir dafür, dass das Modell in allen Varianten bis Größe UK 13 verfügbar ist. Denn für mich, mit Größe 48, stehen bei anderen Herstellern nicht mehr alle Modelle zur Auswahl.
Die ersten zwei Testwochen haben die Mammut Preisempfehlung von 125 Euro gerechtfertigt. Die nächsten Wochen und der Strandurlaub werden dann zeigen wie robust der Schuh bei dauerhafter Beanspruchung sich zeigt.

Auf in den Schwarzwald

Dieses Wochenende geht es für einen Kurzausflug in den Schwarzwald, um genauer zu sein nach Freiburg. Angekündigt sind zwar bis -7°C, aber das GPS-Gerät für den ein oder anderen Cache darf in der Ausrüstung natürlich nicht fehlen. Da die Aufenthaltszeit doch recht kurz ist, bin ich natürlich über jeden Tipp über “Pflichtcaches” in Freiburg dankbar.

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