Marmot Softshell im Test

Pünktlich zum Nordseeurlaub hat mich kurzfristig noch ein Softshell Testmuster der Bergfreunde erreicht. Dieses kam wie gerufen, denn nach meinen Vorkenntnissen sollte die steife Priese an der See doch sehr wechselfreudig sein (um dies vorweg zu nehmen, alle meine Wettervorurteile hatten sich bestätigt). Somit durfte sich kurzentschlossen noch die Marmot ROM Softshelljacke zum Reisegepäck dazu gesellen.

Marmot, klingt zwar ähnlich wie der bekannte Schweizer Outdoorspezialist Mammut, haben aber nichts miteinander zu tun. Während die Schweizer Mammuts ihre Kernkompetenzen im Klettersport haben, sind die kalifornischen “Murmeltiere” Spezialist für allgemeine Outdoorbekleidung.

Im wesentlichen besteht die Marmot ROM Softshell aus zwei Kernkomponenten. Dies ist zum einem das GORE Windstopper ® Gewebe für die Außenseite und ein partielles feines Fleece als Futtermaterial für die Innenseite. Wie man es von GORE Geweben bereits gewohnt ist, sorgt dieses mit einem speziellen Membran für eine sehr atmungsaktive Schicht die aber nach außen wind- und wasserabweisend ist. Bei dem GORE Windstopper ® Gewebe liegt der Schwerpunkt jedoch mehr bei wind- als bei wasserabweisend.

Die Softshell Jacke wirkt im ersten Moment etwas groß geschnitten, wenn man sie aber mit einem Fleece kombiniert sitzt diese wieder passgenau am Körper. Außen befinden sich zwei große Seitentaschen und jeweils innen und außen nochmals eine Brusttasche. Alle Taschen können mit einem Reißverschluss geschlossen werden. Ein etwas merkwürdiges Feature ist der Gummizug, bei dem ich mir nicht sicher bin ob dies wirklich ein Feature ist, oder von mir nur falsch interpretiert wurde. Im unteren Saum der Jacke befindet sich wie üblich ein Gummizug, um die Jacke nach unten zu schließen, damit kein Wind rein pfeift. Die Enden dieses Gummizugs sind jedoch nicht wie gewöhnlich vernäht, sondern liegen als offene Enden in den Außentasche (jedoch mit einem Spanner vor dem herausrutschen gesichert).
Man kann die Jacke nun unten zuziehen, indem man einfach innen in den Taschen an den Enden des Gummizugs zieht. Ob dies jetzt aber irgendwelche Vorteile bringt, oder überhaupt ein Feature ist, bleibt fragwürdig.

Die allgemeine Verarbeitung der Jacke ist sehr gut. Alle Stellen sind sauber vernäht und es gibt keine losen Fäden. Dem Gewebe sind 10% Elasthan beigemischt, weshalb es auch unter Belastung immer etwas nachgibt ohne an den Nahtstellen gleich zu reißen.

Im Urlaubstest zeigte sich die Softshell als idealer Begleiter. Denn bereits nach wenigen Tagen zwischen Bremen und Helgoland war klar dass Sonnenschein am Morgen nicht zwingend heißt, dass es weder warm oder trocken werden muss. Somit wurden das Mammut Fleece und die Marmot Softshell zum dauerhaften Begleiter. Dank der schlanken Bauform passen beide problemlos in einen Tagesrucksack.

Sobald es etwas kühler wurde, wurde das Fleece als Wärmedämmung übergezogen. Sobald dann noch Wind oder Regen dazu kam, wurde als dritte Bekleidungsschicht die Softshell übergeworfen. Bei warmer Umgebung aber starkem Wind durfte dann nur die Softshell herhalten, da sie selbst keine wärmenden Eigenschaften besitzt, sondern als reiner Windstopper funktioniert.

Mit Sportpolo, Fleece und Softshell ließen sich alle Wetterschwankungen von 15 – 30°C und Sonnenschein bis Sturmböe perfekt ausgleichen … naja, bis auf den Sonnenbrand, den gab es gratis dazu.

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