Softwaretest: GCEdit

Nachdem mein PDA jetzt mehrere Monate in der Ecke lag da er den Dienst verweigerte, habe ich ihn jetzt mal wieder rausgekramt und ihn mit einer Neuinstallation des Betriebssystems wieder zum laufen gebracht. Da ich schon länger vor hatte teilweise auf Paperless Caching umzusteigen, werde ich jetzt nach und nach einige Programme durchtesten. Den ersten Glücklichen den es getroffen hat ist Michael Zielinski mit seinem Tool GCEdit.

Software: GCEdit Version 0.53
Entwickler: Michael Zielinski
Homepage: GCEdit
Kosten: Freeware

Testsystem: XDAmini, Intel PXA272, Windows Mobile 2003 SE Version 4.21.1088
Beschreibungen können für andere Geräte abweichen.

Generelle Funktionen:
GEdit ist ein kleiner einfacher Texteditor mit dessen Hilfe Verschlüsselungsaufgaben in Multicaches lösen kann. Es können z.B. die Hints mit Rot13 entschlüsselt werden, es können auch einfache Formeln mit denen die nächste Koordinate errechnet wird gelöst werden.

Installation:
Von GCEdi gibt es zwei generelle Arten, einmal für Windows Mobile für das es eigentlich gedacht ist und zweitens als generelles Windowsprogramm. Für die Installation auf den PDA benötigt man die .cab Datei.
Den PDA mit dem Computer via USB-Kabel verbinden, im Arbeitsplatz den PDA öffnen und die .cab Datei transferieren. Auf dem PDA dann die Datei mit Doppelklick starten damit die Installation ausgeführt wird. Es müssen keine weiteren Schritte getan werden, einfach warten bis die Meldung kommt dass die Software installiert ist. Bei mir kam dann noch die Hinweismeldung dass die Software für eine andere Version entwickelt wurde und daher möglicherweise nicht richtig funktioniert, diesen Hinweis kann man aber einfach weg klicken.

Unter Start / Programme findet man nun den neuen Eintrag “GCEdit”, welches man mit einem Klick startet. Hier tauchte bei mir bereits das erste Problem auf, das Programm kann nicht ausgeführt werden da es das .NET Compact Framework benötigt. Bei neueren PDAs ist dies bereits installiert, bei meinem halt nicht.

Lösung des Problems findet man bei Microsoft und nennt sich .Net Compact Framework 2.0. Die rund 25MB große Datei herunterladen und ausführen (der PDA muss per USB mit dem PC verbunden sein). Die installation des Frameworks läuft dann fast von alleine durch. Sowohl am PC als am PDA erscheint die Meldung dass das Programm GCEdit bereits installiert ist und erneut installiert werden muss, dies macht dann aber die Frameworkinstallation von allein.

Nachdem das Framework installiert ist kann nun das Programm Fehlerfrei unter Start / Programme ausgeführt werden.

Anwendung:
Auf den ersten Blick sieht alles recht leer und weiß aus, aber nach wenigen Klicks hat man verstanden wie das Programm funktioniert. Im wesentlichen kann man es mit dem Windos Texteditor (Notepad) vergleichen, nur dass es ein paar zusätzliche Geocaching-Funktionen hat. Das Menü besteht aus 2 Punkten: File und Edit. Unter File kann man die die aktuelle Textdatei Speichern (.txt) oder bestehende öffnen, bzw die zuletzt verwendeten.

Unter Edit findet man generell bekannte Funktionen wie Kopieren, Einfügen und Rückgängig. Das eigentliche Herzstück des Programms findet man unter Edit / GeoCaching, die Kodierungsfunktionen.

Um die Kodierungsfunktionen anzuwenden muss der Text in die Textdatei eingegeben werden und ganz wichtig er muss markiert werden bevor die Funktion angewendet wird! Beispiel: In der Cachebeschreibung steht als Hint “onhzjhemry”, dies gibt man ei, markiert den Text und wählt unter Edit / GeoCaching die Kodierungsfunktion Rot13 aus. Als Resultat erscheint dann “onhzjhemry = baumwurzel” und schon weiß man was der Hinweis ist.

Nach dem gleichen Prinzip der Rot13 Entschlüsselung beherrscht GCEdit noch weitere Kodierungsmöglichkeiten:

  • Eval: Berechnung einer einfachen Formel. Wenn man z.B. eine Zahl an einer Station rausfinden muss und dies in einer Formel mit der Koordinate verrechnen.
  • Rot13: Wie bereits beschrieben die Funktion zum entschlüsseln der Hints.
  • Ceasar_solve: Anwendung eines Caesarschlüssels. Keine Ahnung was das ist, bisher habe ich es in noch keinem Multi benötigt, aber es wird sicher welche geben in denen man dies benötigt.
  • Roman: Umwandeln von Römischen zahlen
  • A=1: Umwandeln der Buchstaben in Zahlen entsprechend deren Position im Alphabet.
  • Vanity: Buchstabenwert anhand der internationalen Handytastatur.
  • Reverse: Der Text wird umgekehrt. Also aus dem Wort “Maps” wird das Wort “spaM” ;-)
  • 2Chemtalk/CHamtalk2: Wandelt die markierten Buchstaben in Chemische Zeichen um und umgekehrt.
  • Morse Code/Decode: Wandelt den Text in Morsekcodezeichen um und umgekehrt.

Dies sind im wesentlichen auch alle Funktionen des Programms. Da es sich um eine Textdatei handelt und immer nur die markierten Texte kodiert werden kann eine Datei für einen kompletten Cache verwendet werden. Es gibt auch noch die Möglichkeit Zeit und Datum einzufügen um die Textdatei auch über einen längeren Zeitraum zu verwenden und zu sehen wann das letzte mal getan wurde. Es lässt sich somit also eine komplette History bei der Abwicklung eines Caches niederschreiben mit allen Hinweisen, Notizen und Zaheln die einem während der ganzen Zeit begegnen.

Fazit:
Ein nettes kleines Tool das Papier und Stift für Notizen erspart. Eine absolute Empfehlung für jeden Geocacher der ein PDA dabei hat. Leider kann ich an dieser Stelle keine Alternativprogramme empfehlen da sich die Liste der getesteten Programme noch sehr in grenzen hält.
Wer übrigens fleißig zu jedem Multi seine Textdatei mit Notizen und Zahlen anlegt kann übrigens auch am Ende der Datei seine Lognotizen speichern die man im Onlinelog loswerden will wie z.B. “Logbuch bald voll”.

Ein Kommentar zu “Softwaretest: GCEdit”

  1. PU44 sagt:

    Ich habe dieses Programm auch auf dem PDA, dem Desktop-PC und dem Notebook installiert und getestet und es als sehr hilfreich empfunden.
    Gruß
    Peter

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