Auf nach Stuttgart!

Unser Hauptziel ist es, in jeder Landeshauptstadt wenigstens einen gefundenen Cache zu haben. Berlin haben wir letztes Jahr leider verpennt brauchbare Cacheinformationen dabei zu haben, Mainz war schon erfolgreicher und somit Rheinlandpfalz abgehackt, der 30 Minuten Aufenthalt in Wiesbaden war leider nicht von erfolg gekrönt und Hessen somit auch noch offen, zu guter letzt noch Hamburg was aber erst im August ansteht.

Doch warum in die Ferne schweifen, Stuttgart liegt mit knapp 40 km direkt vor der Haustür! Also hieß es letztes Wochenende Sachen packen und ab nach Stuttgart!

!!! ATCHUNG SPOILER !!!
Der folgende Text und Bilder enthält teilweise Informationen zu Caches wie er gefunden werden können. Wenn du das Rätsel der Caches selbst lösen willst, dann ab hier nicht weiterlesen!

Oh, Gott! Was eine Katastrophe! Nie wieder nach Stuttgart für größere Cachingtouren! Auf meinem Colorado hatte 695 Tradis die nicht schwerer waren als 3 Sterne, am Ende des Tages sprangen ganze 11 Founds raus! Aber erstmal ganz langsam und von Vorne!

Pünktlich nach dem Mittagessen machten wir uns gegen 13 Uhr auf den Weg nach Stuttgart, Anreise gar kein Problem, schließlich waren beide schon tausende male da und ich musste dort sogar 3 Jahre lang auf die Berufsschule. Von Norden kommend, trifft man in der City direkt auf den Pragsattel (welche die meist befahrenste Kreuzung Europas ist) und wird dort von einem alten Hochbunker begrüßt, auch Boschturm wegen der Auffälligen Reklame genannt. Hier wartete bereits auch der erste Cache auf uns. Erste Erkenntniss vor Ort “Oh, eine U- und S-Bahnstation, mit nicht gerade wenig Menschen, das macht das Suchen nicht gerade einfacher!”. Zusätzlich zu den Muggelproblemen kam noch die Ungenauigkeitsproblematik des GPS, das sich einfach auf keinen Nullpunkt festlegen wollte, aber dennoch hatten wir den Cache nach wenigen Minuten in den Händen.

Der Anfang war gemacht, leider ging es ab hier Berg ab (sowohl wegtechnisch als auch im übertragenen Sinne). Der nächste Cache war schnell zu Fuß erreicht (trotz einiger hundert Meter Umweg, da die Topokarte mir einen Fußgägngerweg durch die Häuserschluchten verschwiegen hatte und wir so einmal außenrum sind). Ein 1/1er Cache und auch noch das Erstlingswerk, pille palle, sowas findet man locker! Falsch gedacht! Mindestens 15 Minuten lang hatten wir jeden Ast und jedes Gebüsch abgesucht, und nix, Pustekuchen! Kein Cache in Sicht. Erst nach dem studieren der Logs schien es sich wohl um ein “ganz besonderes” Versteck zuhandeln. Aus Witz und Langeweile zog ich an den Bändeln vom Fahnenmast rum und schaue da, auf einmal kam mir ein Cache entgegen! Am Fahnenmast fest gemacht und ich 10 Meter Höhe in die Baumkrone gezogen. Sehr mies, aber coole Idee! :-)

Weiter zum nächsten: “Noch 100 Meter und da dann Links abbiegen”, doof nur dass es dort kein Links gab, Einbahnstraße! Und das auch noch so dumm gelegen dass es keine Chance gab von der anderen Seite zu kommen. Also abgehackt, zum nächsten Cache! Ein 1,5/1,5er, Nano. Aus dem Wort Nano ergibt sich eigentlich in 90% alle Fälle dass er magnetisch ist. Leider bestand das Zielgebiet aus 100% Metall und der Cache konnte somit wirklich überall sein! Ich muss sagen, dies war definitiv der mieseste Cache den ich je hatte! Ich hatte den Cache locker 3 mal in der Hand, jedoch nie als diesen identifiziert. Nach gut 20 Minuten fing ich an jede Schraube abzutasten und dabei hatte ich ihn dann gefunden. Sehr mies, aber auch wieder gut gemacht. Den Cache erkennt man wirklich nur als Cache wenn man weiß dass DAS der Cache ist!

Danach führte uns unsere Tour quer durch Feuerbach zu einigen Brunnencaches, die an und für sich recht unspektakulär waren. Die Schwierigkeit war eher der Weg dort hin, denn das Dorf scheint nur aus Einbahnstraßen und Baustellen zu bestehen.

Ausversehen Drive-In! Ja, sowas gibt es auch! Der Cache hieß sogar “Spaziergängle”, aber daraus wurde leider nichts. Der Cache war in der Nähe des Krankenhauses, wo es weit und breit keinen Parkplatz gab. Es führte lediglich ein kleiner geteerter Weg zwischen ein paar Kleingärten durch Richtung Cache, was aber nur für Anlieger frei war. In der Hoffnung wenigstens kurz hinter dem Schild ein Parkplatz zu finden, sind wir ein Stück den Weg lang gefahren, bis das Navi irgendwann piepste dass wir da wären. “Ok, jetzt brauchen wir auch kein Parkplatz mehr, jetzt sind wir schon da!”.

Also irgendwie war es der Tag der komischen Caches! Bis dahin  die meisten eher durch Zufall gefunden oder ganz abstruse Begebenheiten. Wieso sollte es also beim nächsten Cache anders sein? Immer haben wir das Glück, dass genau am Cachegebiet irgendein Festle ist. Genauso auch dieses mal, nur dass witzigerweise die Koordinate genau in das Getränkezelt zeigte und es nicht den Hauch einer Chance gab da ran zu kommen. Aber immerhin wurden wir mit einem tollen Weitblick über Stuttgart belohnt.

Ab da hatte die Cachesuche in Stuttgart kein Spass mehr gemacht, sondern ist eher in Stress ausgeartet. Die Innnenstadtcaches liegen soweit auseinander dass man zu Fuß einfach zu lange bräuchte um hin zu kommen und auch generell geht es in Stuttgart nur Berg hoch und Berg runter. Mit dem Auto ist es jedoch eine Katastrophe! Die Stadt besteht fast nur aus Einbahnstraßen und bei allen größeren Straßen sind die Spuren baulich getrennt, so dass man nicht mal die Chance hat zu wenden. Wir sind an mindestens 20 Caches vorbei gefahren, ohne auch nur ansatzweise die Möglichkeit gehabt zu haben dort ran zu kommen. Etwa gab es keine Parkmörglichkeit weil man sich gerade auf einer 6-spurigen Hauptstraße befand, oder es gab die folgenden 3 Kilometer keine Möglichkeit Links abzubiegen. Wir sind Ewigkeiten durch das Stadtgebiet gefahren aber ohne brauchbares Resultat. Das Colorado hat leider die sehr große Schwäche, dass es (obwohl die Citiynavigator Karten drauf waren) nicht von Cache zu Cache lotzen kann!

Gegen Ende hatten wir uns dann in einem Wohngebiet verfranzt, wo selbst die Topokarte nichts mehr brachte. Auf der Karte waren Straßen die es garnicht gab, oder wir standen an Kreuzungen die garnicht eingezeichnet waren. Und viel Schlimmer, auf dem Colorado sieht man leider nicht was eine Einbahnstraße ist und so standen wir hunderte male vor den Verbotsschildern. Das war ein absoluter Krampf! Da hatten wir erstmal gemerkt wie toll eigentlich Wald- und Wiesencaches sind, denn im Wald gibt es keine Einbahnstraßen!

Fazit:
Wir waren über 7 Stunden unterwegs und haben gerade mal 11 Caches und 3 DNFs auf dem Counter. Das sind also im Schnitt 43 Minuten pro Cache, wobei die Entfernung zwischen Caches in der Regel nie mehr als 500 Meter waren! Stuttgart ist schön, wir kommen auch gerne wieder, aber nicht zum Cachen!

Ein Kommentar zu “Auf nach Stuttgart!”

  1. Anja sagt:

    wohl war! stuttgart mach ich nur noch mit viel nervenfutter! ich war danach richtig fertig mit der welt. die straßenführung bringt einen fast zum nervenzusammenbruch. und der stress schlägt sehr auf die laune nieder, zum schluß haben wir uns noch in die wolle bekommen.
    stuttgart, ich komm nur noch zum shoppen, aber mit der kreditkarte meines vaters wieder ;-)

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