Abzocke: Abenteuerschatzsuche Geocaching

Kennt einer MyDays? Eigentlich ein netter Onlinshop, in dem man lustige Aktionen kaufen kann wie Bungeespringen, Bagger fahren, Panzer fahren, Jet fliegen, Parabelflug, Rennautofahren, etc. Einige echt coole Sachen dabei!

Ebenfalls Angeboten wird “Geocaching Schatzsuche“! Als ich jedoch die Preise gesehen hatte bin ich fast vom Stuhl gefallen! Die verlagen für einen 8 Stunden Geocachingtripp bis zu 99 Euro! Also wenn ich bedenke dass man ein Einsteiger GPS-Gerät für bereits 80 Euro bekomme und ohne Probleme im Internet hilfsbereite Geocacher finde die einen gerne auf eine Tour mitnehmen und das Hobby näher bringen, da würde ich mich als Käufer dieses Pakets doch sehr verarscht fühlen … zumal es nur ein Leih-GPS ist und am Ende wieder abgegeben wird!
Mich würde mal interessieren welcher Geocacher diese Tour führt, denn iiirgendwie ist es ja schon ne Sauerei, dass er sich an den Caches anderer mit 99 Euro pro Muggelcacher bereichert. Touren sind übrigens ab 5 bis 20 Personen. Das macht also einen Gewinn von 495 Euro innerhalb von 8 Stunden inkl. Pause (also ein Stundenlohn von 62 Euro). Also wenn ich mir das so durchrechne, werde ich auch Geocaching-Guide!

Wer mir 98 Euro gibt, dem kaufe ich ein GPS welches er danach sogar behalten darf und mache eine geführte Cachetour in und um Heilbronn!

7 Kommentare zu “Abzocke: Abenteuerschatzsuche Geocaching”

  1. Chris sagt:

    Das gleiche würde ich für den Raum Mönchengladbach/Düsseldorf anbieten. Ich hoffe, die legen wenigstens ihre eigenen Caches dafür…

  2. Jens sagt:

    Hm, diese Idee könnt man aber generell ausbauen. Quasi eine Seite auf der Anfänger fortgeschrittene Geocacher in Ihrer Region finden, die eine Einführing ins Geocaching anbieten (kostenlos!). Hm, *Richtung Meeveo.de schau* …

  3. Ferdinand sagt:

    Dafür das dich 8 Stunden lang jemand führt und begleitet sind 99€ nun wirklich nicht zu viel. Das sind 12,5€ pro Person / Stunde. Ein völlig legitimer Satz.
    Ansonsten:
    1. Mach dich mal selbstständig und komm bei der zu erwartenden geringen Auslastung mit einem Stundenlohn von 62€ aus.
    2. Wo zum Geier nimmst du die Info her, dass man sich da an den Caches anderer bereichert. Schon mal auf die Idee gekommen, dass die auch eigene Caches legen könnten?

  4. Jens sagt:

    @ferdinand:
    Wie kommst du auf 12,50? Die Gebühr fällt pro Teilnehmer an, nicht pro Gruppe.
    Zu 1.: ich bin selbstständig ;-) Aber warum auf einmal 62 Euro wenn du doch grad selbst noch von 12,50 redest? Desweiteren wird es nicht Hauptberuflich sein, sondern als Nebenverdienst. Somit vergleichst du Äpfel mit Birnen!

    Die eigentliche Abzocke ist nicht der Betrag selbst, sondern dass Geld für eine “Dienstleistung” genommen wird die man eigentlich umsonst bekommt. Wer als Neuling in der Community mal Hallo sagt oder sich auf einem Stammtisch blicken lässt, der findet schnell einen der einen Neuling mal auf Geocachingtour mitnimmt! Und das für ohne Geld sondern für Spass am Hobby und es anderen näher zu bringen.

  5. martin sagt:

    Wachstumsschmerzen.

    Ich bin seit etlichen Jahren im Bereich Open-Source-Software aktiv. Da mußten viele auch erstmal lernen, daß das eigene Bekenntnis zur Offenheit auch mit sich bringt, daß die eigene Arbeit schonmal von Geschäftemachern (oder den falschen Leuten: Waffenhersteller, Musikindustrie usw.) ausgenutzt wird.

    Entweder man lebt damit, oder man schafft restriktive Nutzungsbedingungen. Damit läuft das ganze auf die Frage hinaus, ob man ein Hobby machen will, das jedem offen steht, oder das streng reglementiert wird.

  6. Carsten sagt:

    Man kann nicht immer jeden zum Stammtisch schicken…

    Ein Bekannter ist letztens mit der Bitte an mich herangetreten, im Rahmen eines betrieblichen, ganztägigen Events/Incentives, mit einhundert Mitarbeitern eine rund dreistündige Cacheeinlage incl. Einweisung zu machen. Wenn man mal schaut, was ähnliche Outdoorspektakel (Gruppenspiele, Bogenschiessen u.s.w.) dann sind 50 Euro/Mitarbeiter für eine halbtägige Bespassung schon normal.
    Ich hatte sogar schon einen Dienstleister gefunden, der gewerblich GPS-Geräte vermietet und sogar bestellbare Kartenausschnitte aufspielt (Garmin Vista waren das wohl).
    Die hundert MA wären in 8-10 Gruppen geteilt worden und jede Gruppe hätte zwei Empfänger und eine Mappe mit Übersichtskarte, Anweisungen zu den Cachen, Kurzbedienungsanleitung zum GPS und meiner Mobilnummer falls es irgendwo klemmt.
    Ich wollte sternförmig 10 Caches um das Tagungshotel legen und die Gruppen hätten diese dann in Rotation abarbeiten können.
    Also definitiv keine Nutzung offizieller Caches!
    In meiner ersten Euphorie hatte ich, bei einem niedrigen, vierstelligen Betrag schnell zugesagt, allerdings reizte mich der finanzielle Aspekt weniger, als die Aufgabe. Der Auftrag wurde aus anderen Gründen nicht vergeben, aber gerechnet hätte es sich für mich nicht. Nach Abzug der Miet- und Frachtkosten für die Empfänger, zwei Tagen vor Ort für Auslegen der Cache und Betreuung der Veranstaltung vor Ort, Vorbereitung im Vorfeld (Aufgaben ausdenken und definieren, Teilnehmermappen erstellen, Präsentation für den theoretischen Teil erstellen),
    Nachbereitung, Einsammeln des Geomülls u.s.w., Rechnungslegung über einen befreundeten Unternehmer, der natürlich die Vorsteuer abführt (da sind die ersten 19% den Bach runter!) blieb in diesem Fall ein Stundenlohn im Centbereich über.

  7. Bei einer Veranstaltung in Eichstätt habe ich 49,- € bezahlt bzw. meine Frau, weil es ein Geburtstagsgeschenk für mich von mydays war. Ich fand das sehr toll, weil ich wahrscheinlich nie von alleine auf die Idee gekommen wäre an einem GPS-Geocaching teilzunehmen. Für Anfänger ist das sicherlich ein netter, wenn auch kostspieliger Einstieg, aber dafür bekommt man auch eine Einweisung in das GPS-Gerät und wird bei Bedarf mit dem Auto unterwegs abgeholt, z.B. wenn ein Unwetter aufzieht. Gut, das klingt jetzt nach Weichei, aber man sollte Neulinge auf diesem Gebiet behutsam an die Sache ranführen. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht. Die Caches waren übrigens eigens vom Veranstalter ausgelegt. Es wurde also nicht auf Kosten anderer Caches Geld verdient.

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