Kostenloses WLAN auf der Cachingtour

FONDa unser Ziel für unseren diesjährigen Sommerurlaub fest steht, habe ich mich mal wieder um eine Möglichkeit gekümmert an kostenlos WLAN ran zu kommen. In Berlin hatte ich schnell mehr als eine Hand voll offene und kostenlose WLAN Accesspoints gefunden, jedoch waren viele vom Anbieter FON, von dem ich zwar schon mal gehört hatte aber nicht wirklich was mit anfangen konnte.

Etwas Nachlesen was FON ist und was es kann, hat zu einem sehr interessanten Projekt geführt. Die Idee dahinter ist, dass jedes FON-Mitglied seine Bandbreite kostenlos mit allen anderen Mitgliedern teilt. Dazu benötigt man einen speziellen WLAN Accesspoint von FON über den sich jeder (innerhalb des Funkradius) in das WLAN kostenlos einloggen kann. Das gleiche gillt dann natürlich auch anders rum, wenn man sich in Reichweite eines FON Accesspoints befindet, kann man sich dort kostenlos einloggen. Derzeit gibt es weltweit fast 1,3 Millionen offene Funktnetze, in die man sich kostenlos mit einloggen kann. Es gibt auch eine Google Map auf der man sich alle Netze anschauen kann, etwas rumscrollen auf der Karte hat gezeigt, das es bei uns in jedem Dorf mindestens ein FON-Mitglied gibt und in allen Großstädten hat es mehr als eine Hand voll.

Da ich im Urlaub immer wieder auf WLAN angewiesen bin und in Berlin ein Accesspoint direkt vor der Tür vom Hostel ist, habe ich mir auch so einen La Fonera gekauft um in Zukunft die Netze nutzen zu können (Achtung: bei den 19,95 Euro handelt es sich nicht um den Endpreis! Es kommt noch Versandkosten und Steuern hinzu, danach landet man bei 29,95 Euro). Ganz wichtig, nur wer sein eigenes Internet mit einem La Fonera zur verfügung stellt, kann die anderen kostenlos nutzen! Alternativ kann man sich den Zugang für 1 Std, 24 Std oder 7 Tagen kaufen. 50% der Einnahmen gehen dann an den Accesspointinhaber, ich denke aber nicht dass man damit wirklich reich wird.

Jetzt muss ich nur noch 3-4 Wochen warten bis mein neuer Kasten kommt und schon habe ich überall kostenlos Internet. Hat vielleicht einer der Leser schon Erfahrungen mit FON gemacht?

15 Kommentare zu “Kostenloses WLAN auf der Cachingtour”

  1. Doc.Teddy sagt:

    Was machst du eigentlich, wenn sich ein FON-Mitnutzer bei dir einlogged und über deinen INet-Zugang Kinderpornographie herunterlädt und dann die Polizei – die nämlich deine IP damit in Verbindung bringt – bei dir die Bude stürmt und deinen PC mitnimmt und deiner Frau und deinen Kindern sagt, dass der Mann/ Vater Kinderpornographie herunterlädt/ zum Download zur Verfügung stellt??

    Na vielen Dank … da bezahle ich lieber für meinen WLAN-Zugang, als dass ich mich mit meinem INet-Zugang diesem Risiko aussetze …

  2. RadlerAndi sagt:

    Bei mir hat den Fon-Spot das erste Jahr keiner genutzt, dann hatte ich ihn (mit kurzen Pausen) 1 Jahr aus, und vor ein paar Monaten hab ich ihn mir “freigeschaltet”, damit ich vom WLAN auch ins LAN komme. Viel praktischer so und wenn man sonst kein WLAN-Router hat. (wen’s interessiert: google stichwort: “hacking la fonera”)
    Da wo ich mal unterwegs bin, also per Fahrrad in Wald+Wiesen, ist sowieso auch kein FON-Spot.
    Aber für Städtereisende mag es nützlich sein.

  3. JensHN sagt:

    @Doc.Teddy
    Man kann ich in das WLAN nur einloggen wenn man bei FON registriert ist (Name, Adresse, etc). Zusätzlich wird jede Verbindung die man über ein FON WLAN aufbaut mitgeloggt, somit lässt sich also ganz klar zurück verfolgen wer sich da eingeloggt hat. Wenn sich da also tatsächlich einer Kinderpornos runterläd, hat FON dazu den passenden Name mit Anschrift.

  4. Doc.Teddy sagt:

    Jens, das mag alles sein. Aber der erste Ansprechpartner Polizei und StA ist der jeweilige Anschlussinhaber. Und dem werden erstmal die Geräte weggenommen (auf die man dann mal locker zwischen 3 und 12 Monate warten kann). Und man muss erstmal seiner Familie, seinen Freunden und seinem Umfeld erklären, dass man selber ja nicht, sondern dass andere, die über den eigenen Zugang ins Netz gegangen sind … viel Spass! Zu diesem Zeitpunkt ist deine Ehe in den Brüchen, dein Ansehen in deinem Ort ist im Arsch … und das bekommst du auch nicht wieder gekittet!

  5. just sagt:

    >>Was machst du eigentlich, wenn sich ein FON-Mitnutzer bei dir >>einlogged und (…)

    Und was machst du, wenn jemand hier http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=c0ff1acc-a101-4511-8e3a-0c1e2f3d938d Drogen reinlegt, der nächste Logger eine Gruppe Kinder ist die es für BonBons halten…(vorrausgesetzt du hast bei gc die gleiche ID)
    Dann muss man erstmal seiner Familie, seinen Freunden und seinem Umfeld erklären, dass man selber ja nicht, sondern dass andere, die es nur in deine Dose, die du im Wald gelagert hattest, Drogen versteckt haben… viel Spass! Zu diesem Zeitpunkt ist deine Ehe in den Brüchen, dein Ansehen im Geoclub ist im Arsch … und das bekommst du auch nicht wieder gekittet!

    Ganz großes ;) dahinter.

    Aber wenn man immer ein “was wäre wenn” im Hinterkopf hat, darf man eigentlich nicht mehr vor die Tür. Ansich ist das doch ein sinnvolles Projekt und wenn tatsächlich alles mitgeloggt wird wie beschrieben seh ich da kein Problem. Vielleicht ist das ja sogar ähnlich wie ein VPN Tunnel und man hat eine FON IP? kA.

    Gruß

    just

  6. hmichel777 sagt:

    jepp – und außerdem bekommt man zumindest einen mitverbraten, weil man fahrlässig seinen Internetzugang für Straftaten offen hält… danke.

    Ich hatte auch mal so ein Teil – bei mir scheiterte es dann irgendwann an der guten Firewall meines damals neuen Routers… der Fonera-Service konnte mir auch nicht weiterhelfen – irgendwann bekommt man dann mitgeteilt, dass man nicht mehr kostenlos surfen kann, weil man selbst keinen Anschluss mehr bereit stellt… Schicksal.

    In Zeiten von 2,50 EUR-UMTS-Flatrates (tageweise) brauche ich über derartig unausgereifte Methoden nicht länger nachdenken.

  7. Team-Noris sagt:

    FON ist ein Witz, siehe dazu auch den Beitrag in der aktuellen ct.

    - Verbreitung lächerlich gering (die Daten auf der Webseite sind gelogen und veraltet).
    - Rechtlich Situation für Anbieter sehr gefährlich, wenn jemand Unsinn macht, dann ist man mit dran.

    Wenn Du einen funktionierenden Fon-Spot findest, dann mach eine Buddel Sekt auf, oft wird das nicht passieren.

  8. WroDo sagt:

    Verbreitung ist in ländlichen Gebieten schlicht nicht vorhanden. Das StA/Grüne Helfer-Beispiel schreckt mich auch ab und möchte daher so wenig Angriffsfläche wie möglich bieten.
    MMN wird das Thema durch UMTS/Edge und mobile Devices wie iPhones oder Netbooks (oder von mir aus Notebooks unter Nutzung des Handy-UMTS) erledigt werden.

    Yours truly, WroDo

  9. JensHN sagt:

    Da gebe ich just vollkommen recht. Mal angenommen ich wollte mir Kinderpornos runterladen:
    Möglichkeit A: ich melde mich mit Name und Adresse bei FON an, fahre mit meinem Auto in der Gegend rum um mir dann im Auto auf dem Notebook mit einer stark reduzierten Bandbreite nicht legale Inhalte zu besorgen.
    Möglichkeit : ich sitze unerkannt und anonym bei mir im Keller und habe volle Bandbreite.

    Ich glaube die Wahrscheinlichkeit dass ich im Lotto gewinne ist größer als dass jemand Variante A nimmt.

    Gefahren gibt es immer und überall, ganz klar. Aber man sollte auch die Wahrscheinlichkeit beachten. Denn wie just schon so schön sagte “was ist wenn einer Drogen in dienen Cache legt?”

  10. xibalba01 sagt:

    http://www.geoigel.de/gunstig-bei-der-fon-wlan-community-einsteigen ;)

    Die Paranoia mit den Kinderpornos finde ich immer wieder amüsant. Bei Fon wird man nach dem einloggen in das offene WLAN immer auf das Portal zur Anmeldung oder Registrierung geleitet. Nach der Anmeldung mit falschem Namen hat der Anschlussinhaber dann immerhin noch die Nummer des geklauten Handys, mit dem bezahlt wurde… -Ja, man kann sich damit auch irre machen :D
    Bei mir läuft die la Fonera seit etwa 2 Jahren porno- und problemlos und ich surfe nicht nur zu Hause über Fon, sondern auch im Brauhaus, im Cafe, bei einigen Freunden, Verwandten, Kollegen, am Arbeitsplatz,…

    Die AKTIVEN Hotspots lade ich mir von francofon direkt aufs TomTom, so kann ich in der Stadt bei Bedarf bequem zum nächsten Punkt navigieren. Im Wald bin ich stets ohne Netbook unterwegs, daher nützt mir ein USB-UMTS-Stick nix. Dort greife ich offline auf HTML-Cachebeschreibungen aus GSAK zurück und bei Bedarf kann ich auch mit dem Handy UMTS-surfen.
    Mit sandigen Fingern auf dem iPhone kratzen würde mich monatlich deutlich mehr kosten als die aktuelle Lösung; ich habe stets weniger als 5 Euro Onlinekosten.

  11. Falko sagt:

    Ich habe den Fonera vor gut zwei Jahren für umsonst bekommen und natürlich gleich angeschlossen!

    Bei mir selbst war niemand auf dem Router, aber ich habe mehrfach versucht mit meinem Laptop an verschiedenen FonSpots online zu gehen, ohne Erfolg. Danach ist das Ding sofort umprogrammiert worden und dient nun meiner (Uralt)XBox um per WLAN ins Netz zu kommen.

    Wie meine Vorredner schon sagten, mache ich mir in Zeiten der UMTS-Flatrates keine Gedanken mehr über WLAN Hotspots.

    “WLAN-Hotspots sind die Telefonzellen des 21ten Jahrhunderts” so ähnlich sagte das einmal ein TK-Experte. Ich halte mich dran.

  12. Bei mir hängt die Fonera hinter einem transparenten Proxy, der groben Unfug so gut es eben geht ausfiltert.

    Dass das mit den FON-Richtlinien zu vereinen ist, wage ich zu bezweifeln, aber nach meiner Interpretation des Grundgesetzes sollte mir dieser Schutz zustehen …

    -nik

  13. gast sagt:

    naja, FON hat seine Hoch-Zeit bereits hinter sich. Vor wenigen Tagen erst wurde die Italien Niederlassung geschlossen. Korea ist dicht. Die Deutsche Niederlassung gestorben. Das Wachstum sistiert. Der russische Zweig Pleite. In Belgien ein großer Reinfall. Die Demo -Städte schalten nach und nach alle Foneras ab. Seit 1 Jahr angekündigtes canalkiosk.tv eine Pleite. FON ist vor allem eins: eine Varsavsky EGO – Blase, kurz vor dem Platzen. Das wird nichts mehr. Schade.

  14. fvda sagt:

    wenn du dich da mal nicht irrst lieber @gast. siehe die letzten news aus dem fon umfeld mit eplus etc. pp

    verstehe die ganze kipo diskussion nicht, 6707 fälle gab es 2008 bei 43,5 Millionen Menschen die Online sind in Deutschland.

    glaubt ihr wirklich, dass gerade sich solche leute nen fon router aussuchen. das ist doch irgendwie an der realität vorbei. kranke leute wirds immer geben, aber gleich jede idee oder vision zu verteufeln und sich dagegen zu streuben. tstssss. dann gäbs überhaupt kein internet, bei euch zweiflern… denkt mal drüber nach. fvda

  15. chris sagt:

    frage:
    schon mal was von “Freifunk” gehört?
    kann jeder mitmachen/machen und kostet nur einen kleinen router.
    alles andere ist gratis.
    und um schnell mal mails lesen reicht es sicher.

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