Die anonyme Anti-Geocaching-Homepage

Durch einen Backling bin ich auf die Anti-Geocachingseite anticacher.npage.de aufmerksam geworden. Die Seite enthält Informationen und Tipps über und vor allem GEGEN Geocacher. Die Texte sind sehr lesenswert, da kein gutes Haar mehr am Geocacher bleibt und in vielen Dingen auch maßlos übertrieben wird. Generell werden auch alle Caches und Geocacher über einen Kamm geschoren, denn (so geht aus aus den Texten vor) sind nahezu alle Geocaches illegal und jeder Geocacher begeht bewusst die Straftat den Cache zu suchen und dabei die Natur zu zerstören (und zwar grundsätzlich jeder und immer).

Leider gibt sich der Autor selbst nicht zu erkennen, verzichtet komplett auf im Ipressum und Kontakt und versteckt sich hinter einem kostenlosen Webpaket von npage (sehr seriös, muss ich schon sagen!). Nach dem Informationsgehalt der Texte lässt sich aber auch einen Jäger oder Förster schließen, der wohl in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Geocachern gemacht hat und nun seine Kollegen informieren möchte, wie man gegen dieses vorgehen kann.

Hier ein paar interessante Auszüge aus der Seite:

Eine andere schnelle Methode ist es, den nächsten Besuchern, die Sie mit GPS beim Verlassen des Weges beobachten, einfach zu folgen. Außer Geocachern würde das niemand tun. Beobachten Sie, wo die Geocacher fündig werden und merken Sie sich die Stelle. Beachten Sie dabei, daß Sie dabei unbemerkt bleiben müsse, denn Geocacher wollen bei ihrem Hobby nicht gesehen  werden. Wenn sie sich beobachtet fühlen, halten sich Geocacher vom Versteck fern und tun zur Ablenkung irgendetwas anderes, bis die Luft wieder rein ist.

Allerdings müssen Sie auch damit rechnen, auf völliges Unverständnis zu stoßen, da viele Geocacher nicht wissen oder nicht wahrhaben wollen, daß ihr Hobby leicht illegal und nur geduldet ist. Es kann Ihnen auch passieren, daß man Versucht, sie mit wilden Lügengeschichten in die Irre zu führen, das ist unter manchen Geocachern durchaus üblich, um unwissende “Muggles” vom Versteck und ihrem Hobby abzulenken oder gar von dieser Stelle zu verscheuchen um ungestört weitersuchen zu können.

[Das entfernen der Dose auf eigene Faust]
Sie können vom Verstecker Ersatz für alle Aufwendungen dabei verlangen, wie bei einem abgeschleppten Falschparker (Spritkosten, Arbeitslohn, Aufbewahrungsgebühr). Sie dürfen die Herausgabe der Dose solange verweigern, bis die Aufwendungen bezahlt wurden.

Anticacher haben aus unterschiedlichsten Gründen eine Abneigung entwickelt, spüren illegale Geocaches auf und entsorgen sie. Die Jagd nach Geocaches macht unbestritten Spaß. Aber wenn sie entfernt werden, leistet man gleichzeitig noch einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Natur. Wer erlebt haben, mit wieviel Unverfrorenheit und Rücksichtslosigkeit manche Caches versteckt wurden und wie umfangreich die Zerstörungen in der Umgebung sind, spürt häufig ein ausgesprochen angenehmes Gefühl, diesem Raubbau Einhalt zu gebieten – zumindest an ein paar Stellen.

15 Kommentare zu “Die anonyme Anti-Geocaching-Homepage”

  1. [...] auf dem Geocaching-Blog bin ich gerade auf “Die Anticacher” aufmerksam [...]

  2. Knut sagt:

    Wobei ich den dritten Ausschnitt sehr interessant finde. Immerhin gibt derjenige sich offen mit Namen und weiteren Daten zu erkennen, die nötig sind um die “Vergütung” zu bekommen.

    Da frage ich mich dann doch ob man sich nicht einmal mit dem freundlichen Herrn in Dunkelblau (oder mancherorts noch Grün) unterhalten sollte… Ich persönlich würde es als nicht erlaubte Entfernung meines Eigentums sehen, was dann – sollte das der Herr in Dunkelblau genauso sehen – doch relativ schnell zu Problemen führen kann…

    Somit wäre dann seine Aufwandsvergütung auch hinfällig und er kommt mit Sicherheit nicht wieder auf die Idee diesem Hobby (Anticaching) nachzugehen…

    (Dieser Kommentar stellt nur eine persönliche Meinung und keinesfalls eine Rechtsberatung dar, da diese nur von einem Anwalt gegeben werden darf.)

  3. Ronni sagt:

    Och nun bietet dem Schwachsinn doch nicht noch allen Orten eine Plattform. *Kopf->Wand*

  4. Naja, es ist schon lustig allein die zitierten Passagen zu lesen.

    Was der gute Mann/die gute Frau beim Entfernen der Caches wohl auch gern vergisst ist die Tatsache, das man nach diesem Cache nur umso energischer sucht, wenn der sicher geglaubte Cache nicht auffindbar zu sein scheint.

    Ob durch das Entfernen nun die Natur erhalten bleibt oder ob der Natur dadurch nicht umso mehr Schaden zugefügt wird, ist fraglich.

    Liebe Grüße

    Christian

  5. eldersign sagt:

    Stimme Ronni zu, hier wäre die das gute alte Motto “Don´t feed the trolls!” sicher ein beachtenswerte Option gewesen.

  6. oberansicht sagt:

    mit den trolls gebe ich euch recht, trotzdem fand ichs interessant. sowas ist eigentlich voll krank :(

  7. Adirana sagt:

    Hallo,

    in den Niederlanden ist es so, dass man sich, bevor man die Freigabe vom Reviewer holen darf, eine ganze lange Liste von Punkten abgearbeitet haben muss. Und damit ist nicht nur die 160m Grenze gemeint. Nein, man braucht auch Adresse, Kontaktdaten, Telefonnummer, Name, der Person der dieses Gebiet gehoert. Also von dem Menschen von der Gemeinde, des Stadtteils, dem Eigentuemer des Platzes. Insofern, cachen in Holland ist weder toleriert noch illegal :) Genehmigungen liegen da bei jedem einzelnen Cache vor :)

  8. Karsten sagt:

    Der Ersteller der Website scheint nicht zu wissen oder bewußt zu ignorieren, dass eine Homepage ohne Angabe eines Impressums welches von jeder verlinkten Seite aus zu sehen und einfach zu erreichen ist, in Deutschland ebenfalls illegal ist. Darüber könnte man, wäre man jetzt aufgebracht, wohl die Stilllegung beantragen.

  9. blacklens sagt:

    Und wahrscheinlich sind diese Anti-Cacher nur neidisch und finden selbst nix.

  10. PileGr sagt:

    Tja, auf dieses Thema bin ich auch gerade gestoßen und muß mich schon wundern. Und ja, das klingt sehr nach Förster/Jäger. Dachte diese Typen wären schon ausgestorben die noch nach dem Motto handeln, “…was der Bauer nicht kennt…” wobei er sich recht gut auskennt, was mich echt erstaunt hat.
    Als Landei kenne ich das mit den Förstern noch aus meiner Jugend, vor allem mochte so ein altes Etwas keine “Zugereisten” mit Hunden, auch wenn diese definitiv nicht in seinen Wäldern wilderten. Kam ja nicht nur einmal vor in der Vergangenheit, daß ein Hund an der Laufleine abschossen wurde,…
    Nun heißt das neue Feindbild halt Geocacher.
    Ich meine ich könnte jetzt sagen, daß dieser Moralapostel sich selber schon mit seiner Webseite strafbar macht, da Aufruf zum zerstören fremden Eigentums, denn die Dosen darf er definitv nur auf seinem eigenen Grund und Boden entfernen, ansonsten macht er sich auch strafbar, wie ich das mit meinem geringen Rechtlichen Wissen beurteilen kann und wo ich aber als Networker definitiv eine Ausage treffen kann, eine Webseite ohne Impressum, bzw. bei privaten Seiten ohne Kontaktmöglichkeit sind ebenfalls nicht zulässig. Warscheinlich auch einer der Gründe, warum die Seite jetzt so schnell off gegangen ist.
    Schade, daß es solche Idioten gibt, die ein schönes Hobby kaput machen wollen. Vor allem, da die meisten Geocacher doch die Natur genießen wollen. Ein paar Idioten gibt es bestimmt auch dort, aber die gibt es auch unter normalen Wanderern.
    Und wie im Raum LL gezeigt wird, kann sogar ein Geocache-Gebiet in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung erschaffen werden, auch wenn da leider ebenfalls ein Anticacher zu werke ist :(
    In diesem Sinne trotzdem viel Spaß mit dem tollen Hobby…

  11. raziel28 sagt:

    Tja, die Seite ist Down nun, da wurde man wohl ‘freundlich’ auf das fehlende Pflichtimpressum hingewiesen. Einfache Sache, wer so dilettantisch vorgeht, zeigt ja schon offenbar, wessen geistes Kind er ist.

    Und damit hat sich’s.

  12. Steffi sagt:

    Was ist das denn für ein Müll?! Haben solche Leute keine Freunde und nix anderes zu tun? Find ich total hirnrissig sowas… -.-

  13. Alndoras sagt:

    Interessant, dass alle den Unbekannten krank, dumm und und und…. finden. Aber, dass die Umwelt doch beschädigt wird, wird außer Acht gelassen.

    Man findet die Caches in Nistkästen in denen jahreszeitabhängig junge Vögel sind, Man findet sie unter Steinen, unten denen Massen von Insekten leben. Man findet sie zwischen Orchideen, welche zertreten werden.

    Das ist also euer naturverbundenes Hobby.
    Jetzt frag ich mich was hirnrissig ist!

  14. JP sagt:

    Hallo, naja es gibt schon in den Wäldern Autobahnen – natürlich gibt es auch Autobahnen von den Wildlebenden Tieren damit wird Man/Frau doch wohl leben können… Also in meiner 4jährigen Laufbahn als Cacher haber ich noch nie aber noch nie einen Cache in einem Nistkasten und ich meine in einem richtigen Nistkasten gefunden… Massen von Insekten leben unter Steinen… die leben auch in einer stinknormalen Wohnung und werden da platt gemacht… uuund das schlimmste zwischen Orchideen werden Caches versteckt… die wachsen ja so ganz normal im Wald oder auf der Wiese… grausam was für Menschen hier über ein naturverbundenes Hobby schreiben und nichteinmal wissen was was hirnrissig ist… grausam einfach nur grausam

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