Im Wald mit Sextant und Kompass

Ein bisschen fühle ich mich wie ein alter Seebär. Früher war das Navigieren auf hoher See noch ein richtiges Handwerk. Da musste man noch Sternenbilder kennen um dann mit Hilfe von Kompass und Sextant den eigenen Kurs bestimmen zu können. Heute kann jedes Ruderboot mit einem GPS-Gerät ausgestattet werden und weiß immer wohin die Reise geht. Technischer Fortschritt ist toll, lässt aber altes handwerkliches Können aussterben.

Genauso erging es mir heute beim Geocachen. Das GPS-Gerät hatte nach einer doch recht langen Pause schon eine ordentliche Schicht Staub auf dem Display angesetzt. Trotzdem funktioniert es noch einwandfrei und die alten Handgriffe sitzen auch. Nach einer kurzen Zeit waren Karten und Caches aktualisiert und es konnte seit langen mal wieder auf eine richtige Cachetour gehen … also so eine richtige Runde, mit mehreren Caches die man vorher ausgewählt hat. Und nicht nur solche die man zufällig am Wegesrand mit nimmt, weil da eben gerade einer lag.

An der Parkkoordinate angekommen sollte es mit zwei befreundeten Geocachern auf eine Runde mit 15 Caches gehen und etwa 2 Stunden in Anspruch nehmen. Mein altes Garmin Colorado wirkte jedoch schon etwas antik neben den modernen Smartphones. Großes Bildschirm, Touchfunktion und vor allem Internet. Ich wusste ja, dass es von Groundspeak eine App zum geocachen gibt. Mit fast 9 Euro hatte ich diese aber immer als zu teuer abgetan, schließlich habe ich ja alles und es funktioniert auch. Wozu soll ich mir dann also noch zusätzlich so ein neumodernes Appszeug holen? …so zumindest meine Einstellung bis zum heutigen Tag.

Ich hatte mich natürlich auch schon auf meinen Androidgeräten am geocachen probiert. Vor allem mit Locus, OSM Karten und ein paar Pocketqueries konnte man durchaus auf Cachetour gehen.
Ich bekam jetzt aber den Hinweis, dass es die Groundspeak App auch als “light version” kostenlos gibt. Dank Smartphone und HSDPA konnte ich mein Smartphone direkt im Wald mit der neuesten App versorgen … verrückt, diese neue Technik! mit Garmin am Rucksack und Smartphone in der Hand ging es nun auf Tour. Schnell musste ich feststellen, dass die App, wenn auch nur in abgespeckter Form, besser war als ich vermutete. Dank mobilem Internet werden die aktuellen Kartenabschnitte heruntergeladen. Es werden die aktuellen Caches in der Gegend angezeigt und noch ein paar andere kleine Spielereien. Die für mich wichtigste Funktion war jedoch, dass ich den Cache direkt vor Ort loggen konnte. Erst mit dem Stift im Logbuch, danach mit dem Finger auf dem Smartphone.

Ich erinnere mich noch an Zeiten, als ich wie ein alter Seebär Stunden damit verbracht hatte alle Seekarte…ääh, Topokarten und Satellitenbilder in Google Maps zu studieren. Die optimale Route zu erarbeiten. In den Anfangszeiten noch ohne GPS alles auf Papier auszudrucken, wenn es später relevant werden könnte. Und heute? Da klicke ich mitten im Wald auf meinen Appstore und hab binnen Minuten alle Informationen zur Hand, für die ich früher Stunden brauchte. Vielleicht werde ich doch meine Cachegewohnheiten wieder etwas überarbeiten. Vor allem häufiger und spontaner. Bei mir persönlich wirkt die App sehrmotivieren, schließlich fallen die Standardfragen weg wie: “Muss ich noch eine Pocketquery generieren?”, “Sind alle Caches auf dem GPS?”, “Sind alle Kartenkacheln auf dem GPS?” …. und und und, die zu Beginn jeder Reise standen. Jetzt steigt man einfach ins Auto, fährt in eine beliebige Region und schmeißt einfach sein Smartphone an.

Die kostenlose App hat mich überzeugt und ich vermute mal, dass ich mir in naher Zukunft wohl auch die große Version für 9 Euro holen werden. Diese bietet einfach nochmal mehr Komfort und Funktionen. Was die App aber an Auswirkungen auf die Geocaching-Community hat, finde ich jedoch eher fragwürdig. Bisher gab es für nur die Kasten “Geocacher” und “Premium Geocacher”. In Zukunft muss dies wohl noch um die Gruppe der “Casual Geocacher” erweitert werden. Eine Gruppe an jungen Menschen die mehr in Ihr Smartphone als in den Wald schauen und deren App ihnen gerade sagt, dass sich ein Cache in der Nähe befindet. Man muss nicht mehr wissen was eine Koordinate ist oder wie man sein Kartenmaterial aufbereiten muss.
Wie auch beim alten Seebär ist zwar technischer Fortschritt was tolles, aber es geht doch irgendwie ein bisschen Handwerk verloren.

Geocaching auf dem Android Tablet

Seit einiger Zeit bin ich in dem Besitz eines Dell Streak 7. Wie sich dem Name entnehmen lässt, handelt es sich um ein 7 Zoll Tablet (also größer als ein Smartphone mit normalerweise 4 Zoll, aber kleiner als ein iPad mit 10 Zoll) und somit ein weiteres technisches Spielzeug für die Geocachingjagd. Als Betriebssystem dient Andtroid 3.2. Da Dell bereits das Modell wieder aus dem Sortiment genommen hat, ist wohl leider mit keinem weiteren Updates zu rechnen.

Als Androidneuling ging es natürlich erst einmal an das große Ausprobieren der GeocachingApps. Im Google Play Store, wie dieser seit kurzer Zeit heißt, findet sich aktuell unter dem Suchbegriff “Geocaching” ganze 501 Einträge. Die meisten davon sind mehr schlecht als recht und sind eher eine Art Minitools die z.B. beim Umrechnen und Lösen von Koordinaten helfen. Da das generelle Angebot sehr groß ist, versuche ich zuerst eine brauchbare Lösung im Freewaresegment zu finden, wodurch die offizielle Groundspeak App mit 7 Euro direkt raus fällt.

Was auf den ersten Blick einen viel versprechenden Eindruck macht sind die Apps GeoBeagle, GeoHunter, c:geo, Maverick und Locus. Diese Apps werde ich in den nächsten Wochen und Monaten zusätzlich zum altbekannten Garmin mit auf Tour nehmen und auf Herz und Nieren testen, ob diese eine brauchbare Alternative zu den echten GPS Geräten bieten.

Da mir selbst noch etwas der Überblick bei den Unmengen Apps fehlt, bin ich über jeden Tipp dankbar!

Groundspeak App für Android

Man möge mir meine ganzen Android Posts zurzeit entschuldigen, aber da ich mich aktuell mit dem Thema beschäftige stoße ich natürlich auch immer wieder auf interessante Meldungen. So z.B. gerade ein Groundspeak Tweet mit dem Inhalt:

#Android is a mobile operating system. There will soon be a #geocaching app for it

Nach meinem Wissen gibt es derzeit eine Groundspeak Geocaching App nur für Applegeräte wie iTouch und iPhone. Ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen würde ich doch mal behaupten, dass das Android App wohl 1zu1 zur Apple App umgesetzt wird, welche im Ganzen eigentlich recht gute Kritiken bekommen hat.

Was ich mir jedoch von Groundspeak wünschen würde: Kostenlose Apps für Premium Member! Das wäre dann zumindest mal wieder ein Grund mehr die Mitgliedschaft zu verlängern.

Geocaching mit Android?

Ich muss zugeben, dass ich auf dem Gebiet Andoid noch absolutes Greenhorn bin. Durch die Verlängerung meines Handyvertrags steht mal wieder ein Wechsel der Telefonhardware an, und ich spiele dieses mal mit dem Gedanke mir ein Android Smartphone zuzulegen, natürlich mit dem Hintergedanken dieses auch zu Cachen verwenden zu können.

Genauso wie bei GPS Geräten gibt es derzeit mehr als eine Hand voll an Android Geräte auf dem Markt, welche sich wohl alle (mehr oder weniger) zum Geocachen eignen. Da das Gerät in erster Linie ein Spaßgerät für mich ist und nicht ernsthaft als Businesslösung arbeiten soll (Emails schreiben, Dokumente bearbeiten, etc.) ist mir vor allem das günstige HTC Tattoo für rund 240 Euro aufgefallen. Nach dem durchstöbern einiger Kritiken und Bewertungen zu diesem Gerät, ist eines der Hauptkritikpunkte das kleine 2,8″ Display. Zwischen den Zeilen gibt es dann auch Hinweise wie: Nicht alle Apps laufen auf allen Geräten (vor allem auf kleineren Geräten nicht), da sie für eine höhere Auflösung programmiert sind.

Nun also das große Fragezeichen über meinem Kopf: Was sind die gängigen Android Apps zum Geocachen und laufen diese auf dem HTC Tattoo? Denn ein weiteres Problem was sich aus dem HTC Tattoo ergibt, dass dieses auf Android 1.6 basiert und es wohl kein Update auf die aktuelle Version 2.1 gibt (ich lasse mich diesbzgl. auch gern eines besseren belehren).

Angesichts dieser zwei nicht ganz unwichtigen Kritikpunkte (kleines Display und somit inkompatible Apps und das alte Betriebssystem) wäre meine zweite Wahl das Nexus One von Google, welches ein 3,7″ Display hat und Android 2.1 (somit bisher das erste und einzige mit dieser Version), aber leider noch nicht in Deutschland verfügbar ist.

So, nun die große Frage in die Runde: Welches Android Smartphone brauch ich???