Dreistigkeit siegt! Er will einfach nicht gemuggelt werden

Seit nun über zwei Jahren (31.01.2008) hängt mein Cache Heilbronn History: Heilbronner Hauptbahnhöfe (GC1917A) am Hauptbahnhof von Heilbronn. Das erstaunliche daran, zu Beginn wollte sich einfach keine wirklich gute Location für den Cache finden lassen. Da es aber bei dem Cache primär um die Geschichte als um die Dose selbst ging, wurde er kurzerhand einfach an ein Schild gehängt. Dieses Schild befindet sich direkt vor dem Eingang zum Hauptbahnhof, der Cache ist absolut sichtbar angebracht und befindet sich auch noch direkt vor dem Fenster der Bahnhofspolizei.

Ich bin davon ausgegangen, dass der Cache wohl keine Woche an dieser Stelle überleben wird und bei diesem Muggelstrom schnell entfernt und entsorgt wird. Nunja, Dreistheit siegt! Der Cache hängt nun wie bereits gesagt seit über 2 Jahren dort und wurde bereits über 300 mal  gefunden (Sprich er wird alle 2,7 Tage) und will einfach nicht gemuggelt werden.

In den letzten Logs wurde sogar geschrieben, dass der Cache sich wohl von seinem Schild gelöst hat und auf dem Boden davor gefunden wurde. Nur nochmal zur Erinnerung, es ist direkt vor dem Hauptbahnhof wo Tag täglich tausende Menschen langlaufen! Wozu verstecken wir eigentlich noch Caches? Ich glaube die Beste Tarnung ist einfach ein neon-günes 50 Liter Fass mitten in die Fußgängerzone zu stellen.

Ich wollte den Cache ja (aufgrund der geringen Lebenserwartung) schon umpflanzen, aber jetzt warte ich dann doch mal ab bis er gemuggelt wird.

Politische Caches

Aus einer Bierlaune heraus, wurde mal wieder eine interessante Cacheidee an mich heran getragen.
Cachename: “Zensursula
Hint: “Hinter dem Stoppschild”

Wer will den Cache in Berlin vorm Bundestag an einem Stoppschild legen? :-)

Wartungsarbeiten im Wald

Seit ziemlich genau einem halben Jahr liegt nun mein Cache “Pilze sammeln an der Uhlandlinde” im Heilbronner Wald und wurde fast 50 mal gefunden. In den Logs gab es bisher nur Lob und gute Worte, was mich als Owner natürlich immer besonders freut. Vor allem für diesen Cache hatte ich ein paar gute Ideen von anderen Caches genommen, neu verwurstet und alles mit ein paar Baumarktmaterialien umgesetzt.

Leider leider ist alles vergänglich, weshalb der Cache so langsam anfängt zu verrotten. Deshalb ging es am Wochenende mit Akkuschrauber und Werkzeugkoffer in den Wald um den Cache wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Im Zuge dessen möchte ich mich hier auch etwas selbstspoilern und zeigen, was einem bei diesem Cache erwartet.

Einfach “nur guckn” reicht nicht! Man muss schon genau hinsehen. Der Cachebehälter selbst ist etwa 20×40 cm groß, jedoch hat er dank der Wintermonate eine gute Patina abbekommen, die ihn perfekt im Wald tarnt. Vom Cache selbst zu sehen ist nur ein kleiner Teil, der bei genauer Betrachtung irgendwie nicht so ganz in das Naturbild passt. Der Name des Caches ist hier Programm!
Die Idee hierfür habe ich von einem lokalen Cache, der ebenfalls diesen “Suchbildeffekt” hat (der regelmäßige Blogleser weiß welchen Cache ich meine).

Ein Griff nach dem Pilz offenbart den Cache. Wie es bei echten Pilzen der Fall ist, besteht unter der Erde ein riesiges Wurzelgeflecht, aus dem weitere Pilze sprießen. Genauso auch beim Cache, denn mit einem Griff hat man auf einmal 24 Dosen in der Hand (ok, es sind nur noch 22, da einige mal wieder mit Gewalt, statt mit Verstand an die Sache gehen). In einer dieser Dosen befindet sich nun das Logbuch, welches es als nächstes zu finden gilt.
Die Idee hierfür habe ich von einem Cache aus Hamburg, bei dem es etwa 40 Blumenkübel gab und unter einem war der Cache versteckt. Der Cache, bzw. in meinem Fall das Logbuch, durfte vom letzten Finder immer wieder wo anders versteckt werden.

Nachdem ich selbst ein paar Sekunden brauchte um meinen eigenen Cache wieder zu finden, sah er doch schon ganz schön fertig aus. Der Pilz ohne Hut, das Brett zerbrochen und ein paar Filmdosen waren abgerissen. Aber zum Glück nichts, was ich nicht mit ein paar Schrauben wieder fixieren konnte.

Wartungsaufwand vs. Spannercache

Wie ich sie liebe diese Caches. Direkt vor der Haustür des Owners oder direkt am Bürofenster, damit man auch ja jeden Geocacher beobachten kann wie er sich an den Cache schleicht zum loggen. Solche Caches habe ich noch ein paar in der nahen Region offen, die mir leider die leere gc.com-Karte versauen, aber wer lässt sich schon gern beim Arbeiten auf die Finger schauen!? Von daher werden diese nach wie vor gekonnt ignoriert.

Leider stelle ich derzeit fest, dass diese Caches einen entscheidenden Vorteil haben. Der Wartungsaufwand dieser Caches tendiert gegen Null. Dies muss ich gerade trauriger weise bei einen meiner Caches feststellen, der an einer Autobahn 17 km von meiner Homebase entfernt liegt. Da er durch die gute Erreichbarkeit recht stark frequentiert ist, häufen sich derzeit immer mehr die DNF Logs und auch die Emails. Leider fehlt mir aktuell aus beruflichen Gründen einfach die Zeit um zum Cache raus zu fahren und dort eine neue Dose zu platzieren.

Auch wenn mich der Wartungsaufwand mehr Zeit kostet und die Geocachingwelt etwas länger auf Ersatz warten muss, so werde ich trotzdem auf Spannercaches vor meinem Bürofenster verzichten.

Merkwürdigkeiten aus dem Eis (Edit)

Seit gestern gibt es hier regional einen neues Cachelisting, welches für große Verwunderung sorgt. Einige Hardcore-Cacher waren sicherlich quasi schon auf dem Weg zum neuen Cache (so auch ich), bis man in der Beschreibung die Bedingungen für den Cache liest. Bei dem Cache Urmel aus dem Eis handelt es sich im wesentlichen nur um einen 2/1er Tradi, der Witz ist nur dass der Cache in einem Eisblock eingefroren ist und erst geloggt werden darf wenn dieser von der Sonne befreit ist. Der Cache bleibt nach der Befreiung noch eine Woche liegen um geloggt zu werden. Die Idee ist ja an und für sich ganz lustig aber ein wirklich “brauchbarer Cache” ist dies nicht, die große Verwunderung ist jetzt nur warum dieser Cache von einem Reviewer freigegeben wurde.

Edit 09.01.2008:
Und schon ist der Spuk auch wieder vorbei. Nachdem sich doch einige Leute in den Logs beschwert hatten und auch den Reviewern vorgeworfen wurde die GC.com Regeln nicht einzuhalten, wurde der Cache nun Archiviert.

Weinpanorama

Ein Cache der schon seit einer Weile auf unserer ToDo-Liste steht, ist die Weinpanorama Runde. Zwar nur ein 2,5/2 Cache, aber mit 4,5 Kilometer Berg hoch und runter und 19 Stationen  doch relativ Zeitintensiv. Wir waren fast 3 Stunden gemütlich zu Fuß unterwegs, bis die Dämmerung über uns eingebrochen war und wir die Schilder an den Stationen nicht mehr lesen konnten und somit den Cache leider abbrechen mussten. Dabei sind aber auch wieder einige tolle HDR Bilder rund um den Wartberg entstanden.

Voller Erfolg

  • PU44 “… Das war eine Super-Action mit einem sehr netten Cache!”
  • ottfantJa, ein sehr schöner Cache. …”
  • Quetzalcoatlus “… Nette Idee!! Schön, daß eure Schnäppchen mal sinnvoll eingesetzt werden”
  • Remus1253 “… Ein wirklich sehr witziger Cache mit einer tollen Idee, mehr davon!”
  • thegoogles ” …Sehr nette Idee”
  • F-U-Z-YHeute bei stürmischen Verhältnissen diesen genialen Cache schnell gefunden”
  • Team D-M-G “… Ein wirklich toll gemachter Cachebehälter.”
  • georgrd “… Es ist ein sehr origineller und sehr geschickt gemachter Cache an einem schönem Ort im Wald mit weitem Ausblick. Ein Highlight, danke dafür!”
  • Hoppels “… Toll gemacht, hat uns allen großen Spaß gemacht.”
  • Zicke Deluxe “…Super schöner Cache an einem ganz tollen Sonntag.”
  • nikolausi_1schöne liebevolle arbeit. …”
  • iced_eyesSo eine schöne Idee hat ein großes Lob verdient!!…”
  • travelling “… Klasse gemachtes Versteck”
  • Asterix31 “…Die Cacheversteck Idee war die erwartete die Umsetzung einfach nur Genial , Respekt.”
  • cachemates1 “… und einen witzigen Cache gefunden”
  • ratzefatzle “… Schöne Idee.”

Das ist das Logergebnis meines neusten Caches namens “Pilze sammeln an der Uhlandlinde“. Bisher wurde der Cache 19 mal gefunden, wovon 16 ihn mit positiver Resonanz geloggt hatten (und die anderen 3 neutral). Somit also eine Erfolgsquote von 100%, juhu! Es hat sich also wirklich gelohnt mal etwas mehr Aufwand für einen Cachebehälter zu investieren und mal den örtlichen Baumarkt aufzusuchen!

Müll ist kein Cachecontainer

Vor einigen Wochen gab es in Abstatt einen neuen Cache, der rund um den neuen Park führte. Wir hatten zwar selbst schon vor diesen Cache zu legen, aber leider kam uns da ein anderer Cacher schon zuvor. Der Cache war wirklich gut gemacht, genau so wie wir es auch getan hätten … bis auf den Final!

Ich durchstöberte das Gebüsch und konnte nichts Cacheähnliches finden, bis auf etwas Müll. Nachdem Anja einen Blick in die Ecke geworfen hatte zog Sie eine zugeknotete Mülltüte (wir waren nicht FTF) heraus in der eine alte verdreckte Eisbox lag. Von außen war nichts gekennzeichnet, also hatte ich die Tüte samt Inhalt Richtung Mülleimer befördert. Zum Glück meinte Anja noch in letzter Sekunde ich solle unbedingt noch in die Box reinschauen, und tatsächlich, nachdem ich den Müllsack aufgerissen hatte kam in der alten Eisbox ein Logbuch zum vorschein.

Heute wurde wieder ein neuer Cache in Abstatt veröffentlicht mit der Cachecontainer-Beschreibung:

“Ist ein Casch in einer Cd spindel in einer Tüte verpackt”

Eigentlich war ich ja bisher der Meinung dass es sich so langsam rumgesprochen hat, dass Siffertüten ein absolutes No-Go sind! Denn keiner fässt freiwillig in eine nasse, dreckige, versiffte Tüte und stößt in den seltensten Fällen auf einen Cachebehälter. Aber was ich noch schlimmer Finde als Siffertüten, sind Müll-Cache-Container! Eine leere Eisbox ohne äußere Beschriftung ist KEIN Cachecontainer! Ich habe zwar den neuen Cache noch nicht gesucht und von daher nicht gesehen, aber in meinen Augen ist auch eine CD-Spindel KEIN Cachecontainer!

Ich finde es ja toll wenn sich Cacheleger (vorallem wie in beiden Fällen noch recht Neue) Gedanken machen und Haushaltsgegenstände in einen Cache umzubauen. Aber einfach irgendwelchen angefallenen Müll im Haushalt zu nehmen und da ein Logbuch reinlegen muss ja wohl echt nicht sein! Dann nehmt doch bitte lieber die von allen gehassten Filmdosen (die es in Fotoläden umsonst gibt), die sind mir noch tausend mal lieber als  Hausmüll!

Was ein Start ins Cacherwochenende

Samstag, kurz nach 10 Uhrund ich saß grad gemütlich am Rechner beim programmieren, *Ping* neuer Cache veröffentlicht in 2,5 km. Normalerweise bin ich nicht so begierig auf FTF Logs, aber da ich gerade eh nix besseres zu tun hatte (und in der Hoffnung vielleicht noch ein paar andere FTF Cacher zu treffen) wurden schnell die Wanderschuh geschnürt und ab zum Cache! Cache veröffentlicht um 10:13 Uhr, Ankunft an der Parkkordinate 10:20Uhr … wow, so schnell war ich noch nie an einem Cache!

Hier geschaut, da geschaut, drunter gekletter, rauf geklettert, umgedreht, hochgehoben, dabei noch nen halben Finger abgerissen … aber nix zu finden! Nach fast 40 Minuten und einigen Rentnermuggel hatte ich die Suche dann frustriert abgebrochen. Wäre ja auch zu schön gewesen das Wochenende mit einem FTF zu beginnen!

Tankstellencache Auswertung

Auch wenn Tankstellencaches nicht immer auf Begeisterung stoßen, so sind sie doch auf Langzeit betrachtet sehr interessant. Mein Tankstellencache in Ilsfeld an der Autobahnausfahrt der A81 kurz nach dem Weinsberger Kreuz ist mittlerweile fast ein halbes Jahr Online und erfreut sich über bereits 114 Found-Logs. Obwohl es Logbedingung ist, haben doch immerhin 43 Geocacher den aktuellen Tagespreis in ihre Logs geschrieben was es jetzt möglich macht diese Preisentwicklung darzustellen. Wie heißt es immer so schön “traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast”, daher hier mal eine “echte” Benzinpreisentwicklung die von Geocachern erfasst wurde:

Der Zeitraum umfasst knapp ein halbes Jahr und der Preis für Super ist in der Zeit um 22 Cent pro Liter angestiegen. Sehr schön sieht man übrigens auch, dass der Cache im 1/3 seiner bisherigen Lebenszeit häufiger geloggt wurde als in den restlichen 2/3.
Der Preis stieg zwischenzeitlich auch schon über 1,60 Euro pro Liter, aber ich bin mal auf die nächste Auswertung in einem halben Jahr gespannt wenn es dann heißt “boah, 1,60 Euro, so billig war es mal!”.

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