Vollausstattung im Einsatz

Mittlerweile sind alle meine bestellten Artikel aus der Vollaustattung eingetroffen und konnte sie soweit auch schon im Einsatz testen. Die EcoCell Akkus hatten natürlich wie von allen anderen schon erwartet nicht die versprochene Leistung von 1900 mAH gebracht, sondern im Schnitt nur um die 1000 mAH und weniger. In meinem Fall war es dennoch ein Schnäppchen, da ich die Akkus im 4er Pack für rund 4 Euro bekommen hatte, aber leider ist mittlerweile der Preis  auf 9,90 Euro gestiegen … wofür man sich auch gleich Eneloops holen kann (8,10 Euro 4er Pack mit Akkubox).
Fazit: EccoCell für 5 Euro sind empfehlenswert, bei 10 Euro lieber Finger weg und zu den günstigeren und besseren Eneloops greifen.

Ebenfalls zur Vollaustattung gehörte ein neues Ladegerät, welches sich AccuPower Schnell-Ladegerät schimpft. Bei diesem Gerät habe ich ein lachendes und ein weinendes Auge. Denn von der Technik her ist das Ding absolut super, es gibt quasi nix dass es nicht kann. “Normales” Aufladen, Entladen, “Pflegen” und einen Test-Modus.
Auf- und Entladen muss ich sicherlich nicht weiter erklären, außer dass man beim Lademodus einen Ladestrom von 200, 500 und 700 mA wählen kann (und bei entladen jeweils die Hälfte, also 100, 250 und 350 mA).
Der Testmodus macht im Endeffekt nichts anderes als den Akku einmal komplett zu entladen und dann einmal komplett voll zu machen. Das Ergebnis der Speicherkapazität des Akkus bekommt man danach auf dem Display angezeigt. Leider habe ich kein anderes Vergleichsgerät zum testen, in wie weit die gemessene Kapazität von der realen Kapazität abweicht. Aber die bisher angezeigten Kapazitäten erscheinen soweit realistisch.
Der vierte Modus ist das “Pflegen” der Akkus, hierbei wird versucht durch mehrmaliges auf- und entladen der Akkus den Memoryeffekt zu reduzieren und so die Gesamtkapazität wieder zu erhöhen (wohl gemerkt, es wird lediglich der Memoryeffekt reduziert. Bei neuen oder wenig gebrauchten Akkus hält sich der zusätzliche Kapazitätsgewinn also eher in grenzen bzw tendiert gegen Null). Für diesen Modus sollte man jedoch einiges an Zeit mitbringen, denn ein einzelner Durchlauf dauert durchaus mehrere Stunden und je größer die Akkus sind, desto länger dauert es. Bei meinen getesteten Akkus von Hama mit 2500 mAH hatte der komplette Pflegemodus fast 2 Tage benötigt. Der Kapazitätsgewinn lag zwischen 100 -300 mAH.

Ein großer Minuspunkt des Gerätes ist das Material und die Verarbeitung. Das komplette Gerät besteht aus Kunststoff, wogegen ja generell nichts einzuwenden ist, aber alle Knöpfe sind sehr locker, wackelig und schlecht verarbeitet. Bei mir ist sogar sofort ein Defekt der 4 Schachtknöpfe aufgetreten. Die Knöpfe stehen etwa 2 mm über dem Kunststoffgehäuse, beim drücken des Knopfes macht es kurz und leise knack, schon steckt der Knopf eben im Gehäuse (man kann es auf dem Bild teilweise sehen. Die linken beiden Knöpfe sind noch in Ordnung, die rechten beiden sind eingedrückt). Die Knöpfe funktionieren zwar trotzdem noch, aber man muss Sie jetzt eben mit etwas mehr Druck bis ganz ins Gehäuse drücken damit sie reagieren. Ein ganz klarer Konstruktionsfehler des Gerätes (wer sich ebenfalls dieses Ladegerät zulegen will, ein kleiner Tipp von mir: Die Knöpfe nur bis zum “klack” ANdrücken, niemals ganz bis zum Anschlag DURCHdrücken!).
Ein weiteres Problem sind die Halterungsklammern für die Akkus. Die Akkus liegen so dicht nebeneinander, dass man die mittleren beiden Akkus nicht raus bekommt, wenn alle Schächte voll sind (auch in den Amazon Rezessionen wurde bereits darauf hingewiesen, dass man diese nur mit einem Löffel o.ä. raus bekommt). Mit diesem Manko kann man aber leben, wenn man weiß dass man die inneren Akkus erst raus nehmen kann wenn die äußeren fertig sind. Was viel störender ist, dass die Spange in die die Akkus eingespannt werden so komisch gebogen sind, dass beim raus nehmen der Akkus die äußere beschriftete Folie des Akkus anreißt. Nur mit etwas Fingerspitzengefühl bekommt man die Akkus raus, ohne dass man sich die Folie kaputt macht.

Fazit: Rein technisch ist es ein absolut empfehlenswertes Gerät und bietet für seine rund 33 Euro recht viel (andere Geräte in der gleichen Preisklasse können in der Regel weniger). Von mir aus hätte das Gerät auch 5 Euro mehr kosten können, wenn es dafür etwas besser verabeitet gewesen wäre, denn Verarbeitung und Material lassen leider etwas zu wünschen übrig.