Mammut Fleece im Dauertest

Mittlerweile ist es nun fast 6 Monate her, dass ich mir für meine sommerlichen Fahrradaktivitäten die Mammut Aconcagua Jacket zugelegt hatte. Aufgrund äußerlicher Wetteränderungen, im allgemeinen auch Winter bezeichnet, sind zwar meine sportlichen Ertüchtigungen auf dem Zweirad deutlich zurück gegangen, die Mammut Fleecejacke ist aber trotzdem noch im täglichen Gebrauch.

Während der Sommer- und Herbstmonate, welche dieses Jahr besonders warm ausfielen, diente das besonders Atmungsaktive Fleece als erste Kleidungsschicht. Da sie mit 435 Gramm sehr leicht und durch das Polartec Power Stretch sehr atmungsaktiv ist, diente sie sowohl als Sportbekleidung fürs Fahrradfahren, also auch als “dünnes Jäckchen” am Abend.
So atmungsaktiv das Gewebe auch sein mag, so anfällig ist dieses leider auch bei aufkommendem Wind. Während sie kleine Lüftchen noch abhält, so verfügt sie bei normaler Windgeschwindigkeit schon über keine Wind-Stopper-Eigenschaften mehr.

Aufgrund der enganliegenden Passform der Jacke wurde sie nun in den kälteren Monaten von der dünne Sommerjacke zum warmen Winterpulli in die zweiten Bekleidungsschicht umfunktioniert. Das innenliegende Fleecegewebe sorgt für wohlige Wärme, während eine  zusätzliche winddichte Softshell Jacke vor Wind und Regen schützt. Beides zusammen ist die ideale Kombination für warm und trocken, ohne gleich die dicke Winterjacke aus den unendlichen Weiten des Kleiderschranks zu exhumieren.

Im Sommer kaum bis gar nicht genutzt, aber im Winter dafür Gold wert sind die Daumenschlaufen der Mammut Fleecejacke. Diese dienen als perfekte Wärmebrücke zwischen Softshell Jacke und Handschuhe. Man muss nun also nicht mehr die Enden der Handschuhe in den Jackenärmel stopfen, damit einem auch ja keine kalte Luft in den Ärmel fährt, sondern mit den Daumenschlaufen geht das Fleece direkt übergangslos in den Handschuh mit über. In Kombination mit einer Skijacke dient dies als zusätzlicher Schneeschutz und kann sich direkt in die nächste Schneeballschlacht stürzen.

Die Verarbeitung der Fleecejacke ist nach wie vor makellos. Sowohl am Gewebe selbst als auch an den Übergangsnähten konnte ich bisher auch nach mehrmaligen Waschen und täglichen tragen keine Fehler, Abnutzungen oder Defekte feststellen. Auch die viel beanspruchten Teile wie die Daumenschlaufen und der Reißverschluss sehen ebenfalls noch aus wie neu.

Mit im Schnitt 140 Euro liegt das Fleece zwar im höheren Drittel des Preissegments, dafür bekommt man aber für sein Geld viel Qualität geboten, was sich durch die Langlebigkeit des Kleidungsstücks wieder ausgleicht. Ganz nach dem Motto “Wer spart zahlt doppelt”, lieber einmal was Gescheites holen.

Warm eingepackt

15 Grad, der Wind pfeift, doch die Frisur sitzt. Von den einst autofahrenden Offroad-Geocachern bin ich nun auch auf die CO2 neutrale Variante umgesattelt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich gehöre nun auch zu den Geocaching-Radlern. Ursprünglich war es nur eine kleine sportliche Betätigung nach dem Feierabend, doch ohne konkretes Ziel und immer die gleiche Runde, wird dies schnell langweilig. Also schnell von Garmin die Fahrradhalterung bestellt, GPS an das Fahrrad getackert, die LED Lenser um die Stirn geschnallt und schon konnte es losgehen mit dem After-Work-Night-Bike-Caching.

Mal ganz davon abgesehen daß der Wind durch meine Engelslocken pfeift, so pfeift er dazu noch ziemlich kalt. T-Shirt zu kalt, Jacke zu warm. Wie gut daß ich nicht der Erste mit diesem Problem bin und wurde mal wieder schnell bei bergfreunde.de fündig. Es muß warm halten, aber aufgrund der körperlichen Ertüchtigung sehr atmungsaktiv sein, damit ich danach nicht aussehe wie nach einem Saunabesuch (passiert mir im Übrigen immer bei meiner 20 Euro Billig-Regenjacke, keine Ahnung warum die noch im Schrank hängt). Quintessenz, eine gescheite Fleecejacke muß her und da ich bereits einen Rucksack von Mammut besitze (der sowohl beim Radeln auch beim Geocachen immer dabei ist) und ich mit dem mehr als zufrieden bin, stand die Wahl der Marke schnell fest.

Nach einigem vergleichen und abwägen fiel die Wahl dann auf die Mammut Aconcagua Jacket in Schwarz für 139,95 Euro. Wie immer fallen bei den bergfreunden keine Versandkosten an, da ab 60 Euro kostenlos ist, was man mit hochwertigen Outdoorprodukten schnell zusammen hat. Und auch wenn ich mich selbst immer wieder dabei erwische wie ich mit der “Geiz-ist-Geil” Mentalität einkaufen gehe, stelle ich wiederholt fest, daß es sich lohnt einfach ein paar Euro mehr in die Hand zu nehmen. Man bekommt einfach bessere Qualität und hat länger Spaß daran. Und dies wurde mir von dieser Fleecejacke erneut bestätigt.

Bereits der erste Eindruck beim auspacken machte bereits einen sehr hochwertigen Eindruck. Saubere Nähte, keine losen Fäden und eine sehr hochwertige Haptik des Stoffs. Sehr begeistert hat mich das Außenmaterial der Jacke, denn bei herkömmlichen billigen Fleecejacken entspricht Innenmaterial gleich Außenmaterial, also ein grober Fleecestoff. Bei dieser Jacke jedoch ist außen ein sogenanntes Polar Power Stretch Material welches windabweisend ist. Innen ist ein sehr feiner Fleece verarbeitet. Diese Kombination macht sie also innen flauschig und außen robust.

Eine Besonderheit der Fleecejacke sind die Enden der Ärmel. Diese sind nicht einfach abgeschnitten, sondern haben Daumenschlaufen um ihn quasi wie eine Art Handschuh ohne Finger anziehe zu können. Zusätzlich ist die Ärmelöffnung mit Stretch verengt, damit dieser am Handrücken aufliegt und so der Wind nicht hinein blasen kann. Wirkt alles sehr durchdacht.

Einziges Manko welches ich im Gebrauch festgestellt habe sind die Taschen. Es gibt keine. Die Fleecejacke verfügt lediglich über eine Napolenon-Brusttasche mit einem separaten Reißverschluß. Aber nun gut, wer zusätzliche Taschen braucht muß eben noch einen Mammut Rucksack dazu bestellen