Produkttest: Mammut Needle Approachschuh

Der Sommer ist da, der Urlaub naht. Wie sollte es auch anders sein, dass pünktlich zur Urlaubssaison die alten Treter durch gelatscht sind. Statt in die Alpen geht es dieses Jahr an die Ostsee, um genau zu sein nach Usedom, mit Europas längster Strandpromenade von 12 km. Die Kritikpunkte für das neue Schuhwerk waren also schnell gefunden: Da es kein Gebirge gibt sollte die Sohle weich sein um bequem darin zu laufen. Das Haupteinsatzgebiet liegt im urbanen Bereich, es sollten aber auch entsprechende leichte Wanderungen möglich sein.

Die Wahl des richtigen Schuhs, der als alltäglicher Alleskönner herhalten muss ist auf den Mammut Needle Approachschuh gefallen. Er ist das Highlight der Mammut Urban Climbing Serie und konzipiert für Reisen, unwegsames Gelände und Urban Climbing. Besonders in der Farbkombination Schwarz-Cyan sorgt auch das Design für den entsprechenden Hingucker.

Der erste Eindruck der Schuhe war wie gewohnt bei allen Mammut Produkten. Hochwertige Materialien, gute Verarbeitung und ansprechendes Aussehen. Das Außenmaterial ist eine einfache Single Shell Construction aus Velourleder mit Textileinsätzen. Die Schuhspitzen sind zusätzlich noch mit einer „Liquid Rubber Protection“ versiegelt, eine Gummikappe die dafür sorgt dass die Schuhspitzen stoßfester sind und vor verstärkten Abrieb schützt.

Bei einem frontalen Blick stellt man auch schnell die Verwandtschaft zu den reinrassigen Kletterschuhen von Mammut fest, da diese optisch leicht nach innen gebogen sind und eine asymmetrische Bindung haben. Wenn man nur normale Wanderschuhe kennt wirkt diese gebogene und asymmetrische Form etwas verwirrend, der Bequemlichkeit und dem Laufkomfort tut dies keinen Abbruch. Da Mammut seine Kompetenzen im Klettersport hat, sind die Schuhe daher sehr gut für spontane Kletteraktionen geeignet um zum Beispiel auch an die höher gelegenen Caches zu kommen.

Die Sohle verfügt innen über ein Mammut DC Fußbett um für eine optimale Passform zu sorgen und einem voll integriertem PU (Polyurethan) Keil als Zwischensohle, welcher eine große Dauerhaftigkeit und gute Dämpfung bietet. Zusätzlich ist noch die von Mammut patentierte Base Fit Technologie verarbeitet, die mit Hilfe von frei gleitenden Bändern, welche in der Brandsohle verankert sind, für eine verbesserte Kraftübertragung vom Schnürelement zur Sohle sorgt. Eingestuft ist der Schuh mit einem Flex Index von A4 und einem Leisten Index als „Multifunction“.

Fazit:
Im Alltag hat sich der Schuh bisher als perfekter Allrounder bewiesen. Dank der Kombination aus modernem Design und wesentlichen Outdooreigenschaften, habe ich den Schuh sowohl im Büro als auch beim Geocachen an. Wie die Namensbezeichnung Approachschuh schon ausdrückt, ist der Schuh von urbanem Gelände, über leichtes Gelände bis hin zum Zustieg geeignet.

Einen besonderen Pluspunkt erhält Mammut wie immer von mir dafür, dass das Modell in allen Varianten bis Größe UK 13 verfügbar ist. Denn für mich, mit Größe 48, stehen bei anderen Herstellern nicht mehr alle Modelle zur Auswahl.
Die ersten zwei Testwochen haben die Mammut Preisempfehlung von 125 Euro gerechtfertigt. Die nächsten Wochen und der Strandurlaub werden dann zeigen wie robust der Schuh bei dauerhafter Beanspruchung sich zeigt.

Produkttest – Mammut Moench Longsleeve

Laut Kalender ist Winter. Das heißt für mich eigentlich, dass vor der Haustür nen Meter Schnee liegt und dass ich mich beim Verlassen der Haustür zum geocachen dick einpacken muss. Leider ist das Wetter aktuell jedoch wenig konstant, letztes Wochenende wurde noch groß vor Blitzeis und Eisregen gewarnt und heute Abend erst meinte der Wettermann vom SWR, dass es diese Woche noch bis zu 18°C geben soll. Bei dem Wetter hilft nur eins: Zwiebellook! Möglichst viele Kleidungsschichten, um sich der wechselnden Wetterlage anpassen zu können.
Fast wie aufs Stichwort erreichte mich eine Anfrage der Bergfreunde.de, ob ich nicht mal wieder etwas im Outdooreinsatz testen möchte. Die Entscheidung fiel nicht schwer und so erreichte mich ein Tag später das neue Mammut Moench Longsleeve.
Wer sich in der Kollektion von Mammut etwas auskennt weiß, dass ihn für stolze 119 Euro kein einfaches Longsleeve erwartet, welches man es aus der eigenen Freizeitbekleidung kennt. Es handelt sich vielmehr um Funktionskleidung für die erste Bekleidungsschicht, oder wie der Fachmann so schön sagt Hightech-Unterwäsche für den Baselayer.

Zuerst mal zu den technischen Facts des farbigen Schmuckstücks: Es besteht zu 66% aus Polyamid, 24% Polyester und 10% Elastan, ist in den Größen S bis XXL, sowie jeweils in 4 unterschiedlichen Farbkombinationen erhältlich und wiegt in der mittleren Größe leichte 203 Gramm. Auf der Vorderseite ist ein halbhoher Reißverschluß, welche etwa bis zur Mitte der Brust reicht.
Gefertigt ist das Fleece aus Polartec Power Stretch Pro Gewebe, welches auch bei vielen großen und namenhaften Bekleidungsherstellern wie Marmot, North Face oder Moutain Hardware im Einsatz ist. Die fein gewebte isolierende Kusntstoffgewebe der Außenseite ist windabweisend und abriebfest, während die Innenseite etwas gröber gewebt ist und sich dadurch weicher anfühlt, was für einen optimalen Feuchtigkeitstransport sorgt.
Auch in der XXL Verison die mir vorliegt ist das Longsleeve sehr körpernah geschnitten, ohne dabei aber als eng oder spannend empfunden zu werden. Dies soll vor allem bei sportlichen Aktivitäten wie Klettern oder Laufen für eine gewisse Kompression sorgen.
Sehr positiv ist mir die Hautfreundlichkeit aufgefallen. Dies zeigt sich vor allem daran, dass alle Übergänge sauber und mehrfach vernäht sind, damit keine kratzigen harten Kanten entstehen. Dies merkt man besonders im Bereich des Reißverschluss, da dieser von Natur aus immer sehr hart und kratzig ist und eher untypisch für Unterwäsche ist. Wie der Selbstversuch zeigte, wurde auch der “Barttest” erfolgreich bestanden, denn nichts Schlimmeres als scheuern am Hals oder gar ziehen an den Haaren.

Die Kernkompetenzen des Longsleeve zeigen sich besonders bei großer körperlicher Anstrengung und tiefen Temperaturen. Wichtig ist es, dass das Longsleeve so körpernah wie möglich getragen wird. Dank des hohen Stretchanteils passt es sich genau an und ist trotzdem bequem zu tragen.
Das Polartec Power Stretch Gewebe dient einerseits als Isolationsmaterial, damit der Körper nicht auskühlt, andererseits hat es einen hervorragendes Feuchtigkeitsmanagment, dass man bei hoher körperlicher Anstrengung nicht im eigenen Saft steht.
Sehr angenehm war auch der tiefe Reißverschluss, welcher für eine zusätzliche Luftzirkulation sorgt. Dank des Kunststoffgewebes war das Longsleeve bereits wenige Minuten nach dem Waschen wieder trocken.

Das Fazit ist wie üblich bei Mammut Artikel: Wer bereit ist ein paar Euronen mehr für seine Bekleidung auszugeben, erhält bei Mammut Spitzenqualität auf höchstem Niveau. Nach meinen bisherigen Erfahrungen haben ausnahmslos alle Mammutartikel eine sehr hohe Lebensdauer, was die Kosten somit auf die Zeit amortisiert.
Im Geocachingbereich bietet sich das Fleece vor allem im Winter für die T5- Kletterchaches an, da erst in der Kombination von Kälte und körperlicher Anstrengung die Stärken des Longsleeves zu tragen kommen.

Mammut Fleece im Dauertest

Mittlerweile ist es nun fast 6 Monate her, dass ich mir für meine sommerlichen Fahrradaktivitäten die Mammut Aconcagua Jacket zugelegt hatte. Aufgrund äußerlicher Wetteränderungen, im allgemeinen auch Winter bezeichnet, sind zwar meine sportlichen Ertüchtigungen auf dem Zweirad deutlich zurück gegangen, die Mammut Fleecejacke ist aber trotzdem noch im täglichen Gebrauch.

Während der Sommer- und Herbstmonate, welche dieses Jahr besonders warm ausfielen, diente das besonders Atmungsaktive Fleece als erste Kleidungsschicht. Da sie mit 435 Gramm sehr leicht und durch das Polartec Power Stretch sehr atmungsaktiv ist, diente sie sowohl als Sportbekleidung fürs Fahrradfahren, also auch als “dünnes Jäckchen” am Abend.
So atmungsaktiv das Gewebe auch sein mag, so anfällig ist dieses leider auch bei aufkommendem Wind. Während sie kleine Lüftchen noch abhält, so verfügt sie bei normaler Windgeschwindigkeit schon über keine Wind-Stopper-Eigenschaften mehr.

Aufgrund der enganliegenden Passform der Jacke wurde sie nun in den kälteren Monaten von der dünne Sommerjacke zum warmen Winterpulli in die zweiten Bekleidungsschicht umfunktioniert. Das innenliegende Fleecegewebe sorgt für wohlige Wärme, während eine  zusätzliche winddichte Softshell Jacke vor Wind und Regen schützt. Beides zusammen ist die ideale Kombination für warm und trocken, ohne gleich die dicke Winterjacke aus den unendlichen Weiten des Kleiderschranks zu exhumieren.

Im Sommer kaum bis gar nicht genutzt, aber im Winter dafür Gold wert sind die Daumenschlaufen der Mammut Fleecejacke. Diese dienen als perfekte Wärmebrücke zwischen Softshell Jacke und Handschuhe. Man muss nun also nicht mehr die Enden der Handschuhe in den Jackenärmel stopfen, damit einem auch ja keine kalte Luft in den Ärmel fährt, sondern mit den Daumenschlaufen geht das Fleece direkt übergangslos in den Handschuh mit über. In Kombination mit einer Skijacke dient dies als zusätzlicher Schneeschutz und kann sich direkt in die nächste Schneeballschlacht stürzen.

Die Verarbeitung der Fleecejacke ist nach wie vor makellos. Sowohl am Gewebe selbst als auch an den Übergangsnähten konnte ich bisher auch nach mehrmaligen Waschen und täglichen tragen keine Fehler, Abnutzungen oder Defekte feststellen. Auch die viel beanspruchten Teile wie die Daumenschlaufen und der Reißverschluss sehen ebenfalls noch aus wie neu.

Mit im Schnitt 140 Euro liegt das Fleece zwar im höheren Drittel des Preissegments, dafür bekommt man aber für sein Geld viel Qualität geboten, was sich durch die Langlebigkeit des Kleidungsstücks wieder ausgleicht. Ganz nach dem Motto “Wer spart zahlt doppelt”, lieber einmal was Gescheites holen.