Touris, Touris und noch mehr Touris

Zwar wusste ich das wir in einer Touristen Hochburg gelandet sind, aber das es dann doch so offensichtlich wird hätte ich nun auch wieder nicht gedacht. Oberstdorf ist jeder Mann ein Brgriff und so scheint es, das auch ganz Deutschland, NEIN, ganz Europa hier ist.

Am meisten mekert man das immer wenn man in Menschenmassen steht oder geht. Mein bestes Beispiel war: die Bergbahn fahrt auf das Fellhorn!
Es ist ja nicht so das man genügend Platz hätte in der Bahn ( um genau zu sein für 100 Personen, lassen aber nur 80 rein), man schupst sich, drängelt den vor sich stehenden auf die Seite das man am Fenster stehen kann,geht mit den schon ausgefahrenen Wanderstöcke (im Tal?) in die Bahn und stochert den anderen Passanten in die Waden. Das beste kommt noch: In feinster Mundart den Bergbahnangestellten, der einfach nur seine arbeit machen will und die Menschen sicher auf den Berg fahren soll, wird noch von den Wundern der Technik erklärt…. als ob er es nicht selber wüsste.

Oben angekommen begrüßt die Sonne einem mit ihren strahlen und der RUN auf den Gipfel beginnnt.
Vorbei an Kinderwagen, Flipp-flopp Mandys und Rollatoren kann man wenn man den richtigen Augenblick findet, doch ein Bild vom Gipfelkreuz und einen selbst erhaschen.
Die Aussicht entschädigt alles und die genervten Gedanken verfliegen wenn man dann zu Ruhe kommt.

Es hat sich aber richtig gelohnt!

Urlaubsplanung Teil 2, der Gipfelcache

So, der Countdown läuft. Heute in einer Woche geht es ab in die Alpen, nach Oberstdorf. in der Zwischenzeit habe ich mich auch etwa mit den lokalen Caches auseinander gesetzt. Ich habe gemerkt, dass man doch schnell dazu neigt das Gelände zu unterschätzen! Was auf den Karten alles so Kindergarten aussieht und auch in der schönen 3D Ansicht von Google Earth noch leicht aussieht, ist in Wirklichkeit nichts für Anfänger … also für uns.

Nicht unweit von der Nebelhorn Spitze ist ein Cache für den man über ein Klettersteig muss. Auf den Fotos sieht dies eigentlich ganz leicht aus und sowohl Leiter als auch Geländer sind in den Fels geschlagen. Die Entfernung von der Gipfelstation (die mit der Seilbahn erreicht wird) bis zum Cache sind nur 600 Meter, also eigentlich easy going. Lediglich die Einstufung des Geländes mit 4,5 Sterne hat mich doch etwas gewundert. Aber schließlich bedeuten ja erst 5 Sterne dass man eine Spezialausrüstung braucht … und nicht 4,5!

Wie es der Zufall will, kam am nächsten Tag im Fernsehe eine Doku über das Nebelhorn und den Klettersteig Richtung großer Daumen (sprich, der Weg zum Cache). Nunja, nach 10 Minuten war der Entschluss gefasst, dass der Cache wohl doch nichts für uns Flachlandschwaben ist und wir doch lieber Kühe streicheln gehen!

Der Gipfelkreuz-Cache am Nebelhorn muss aber auf jeden Fall dran glauben! Auf den Logfotos sind immer wieder Kinder drauf, dann sollten wir das doch auch schaffen. Um es jedoch nicht zuuu einfach zu machen, habe ich mich entschieden nur bis eine Station unter den Gipfel zu fahren und den letzten Rest hoch zu laufen. Ein Grund dafür ist natürlich der Lost Place Cache, welcher sich genau auf diesem Weg befindet. Am Gipfel wird dann noch schnell der Nano eingeammelt und auf dem Fußweg von der Spitze bis runter nach Oberstdorf sind dann noch 3 weitere Caches fällig. Geschätzte Zeit für die Wanderung (inkl. Caches) liegt bei 3-4 Stunden und sollte doch eigentlich auch für uns Couch-Potatoes machbar sein und als Belohnung gibt es 5 neue Caches für die Statistik, wovon einer sowohl der südlichste, als auch der höchste ist.

Nur wo muss man lang laufen? Die Goolge Maps Karten sind da leider nicht sehr aufschlussreich. Die Route sollte jedoch viel bewandert sein und sicherlich irgendwo im Internet dokumentiert sein. Und schau da, was wäre die Welt nur ohne Geocacher! durch den Umweg über GPSies bin ich dann bei den Geoacher-Kollegen vom Longroad Blog gelandet, die (fast) die gleiche Strecke gewandert sind und mit GPS Track dokumentiert haben (an dieser Stelle ein kleines Dankeschön)! Somit wird also nur noch der fertige Track aufs GPS gezogen und nachgewandert! Es lebe die Technik!

Urlaubsplanung, Teil 1

Auch dieses Jahr geht es wieder primär zum Geocachen in den Urlaub. Ursprünglich hatten wir uns dieses Jahr nach Berlin und Hamburg nun den Ruhrpott, bzw. hauptsächlich Köln als neues Pilgerziel rausgesucht. Nachdem der Urlaub jedoch recht kurzfristig auf Mitte Juli geplant wurde (wo ja quasi nichts los ist) und die Wunschhostels in Köln alle schon ausgebucht waren, haben wir uns kurzerhand für ein anderes Ziel entschieden. Und zwar genau für die Gegenrichtung. Es geeeht … *Trommelwirbel* … in die schönen Deutschen Alpen nach Oberstdorf.

Die Köln Reisebücher sind nun in der Ecke gelandet und wurden durch Wanderkarten in Oberstdorf ersetzt. Ziel für die Statistik: Ein neuer südlichster Cache (Was bei Oberstdorf nicht schwer fallen dürfte, da es die südlichste Stadt in Deutschland kurz vor der Österreichischen Grenze ist) und der höchste Cache. Beide Ziele werden in einem Cache vereint und zwar im Cache ganz oben am Gipfelkreuz des Nebelhorns mit 2.200 Meter. Na hoffen wir mal dass unsere Kondition das mitmacht, schließlich will ich die Strecke von Oberstdorf bis zum Nebelhorn komplett durchlaufen … ok, wir haben uns eher darauf geeinigt, dass wir mit der Seilbahn bis zur letzten Station vor der Spitze fahren, die letzten 1.200 Meter (aber immer noch 300 Höhenmeter) erklimmen und dafür komplett von der Spitze  bis ins Tal zurück wandern.

Mich beschleicht die Angst, dass ich nach diesem Bergwanderungs-Mountainbike-Kanu-Urlaub erst mal eine Woche Urlaub brauch, weil ich den mächtigsten Muskelkater habe den ich je hatte. We will see, stay tuned!