Neulich im Radio …

“… Die Polizei hat nun einen Durchbruch in dem Fall der ermordeten Polizistin in Heilbronn geschafft. Die Tatverdächtige aus dem Drogenmilieu soll sich immer noch in der Gegend aufhalten. Alle Anwohner werden gebeten alle unbekannten Fahrzeuge und Personen sofort und unverzüglich der Polizei zu melden. …”

Na endlich haben alle Blogwärter wieder was zu tun! Nicht nur dass generell jeder Geocacher schon als Dieb, Drogendealer und Bombenleger verdächtigt wird, jetzt wird auch noch öffentlich dazu aufgerufen diese Personen sofort der Polizei zu melden.

Ich möchte nicht wissen wieviele Geocacher hier demnächst als Polizistinmörder in U-Haft sitzen! Zum Glück habe ich noch ein paar Wald-Caches auf meiner ToDo, denn aus Wohngebieten werden ich wohl vorerst einen großen Bogen machen. Und das legen meiner Biergartentour in der Innenstadt fällt auch erstmal aus.

Gefährliche Geocaches

Im Wald kommt es eher selten vor, in der Stadt dafür aber um so öfter. Anwohner rund um einen Urbanen Geocache beobachten merkwürdige Leute die immer wieder um die gleiche Stelle schleichen und dort irgendwas verstecken. Meistens dauert es dann nicht lange bis diese Anwohner die Polizei rufen um einmal nach dem rechten zu sehen, so bereits auch uns schon geschehen.

So wurde dann aus unserem Geocache schnell mal ein Drogenversteck, in Amerika ist das dann noch krasser und der Cache wird zur Bombe, wo dann auch gleich der komplette Bombentrupp der Polizei anrückt.

Aber was kann man dagegen tun dass nicht gleich die Polizei vor dem Cache steht? Um einer Bombenvermutung entgegen zu wirken bedarf es nicht viel. Unverzichtbar ist ein Geocache Label auf der Außenseite damit man sofort von sieht worum es sich handelt. Weiterhin von Vorteil wären transparente Boxen und keine schwarzen, denn so sieht man auch von außen sofort dass sich innen nichts gefährliches befindet.

Offiziell heißt es ja dass die Polizei über Geocaching bescheid weiß, aber unsere Erfahrungen zeigen dass dies definitiv nicht der Fall ist. Es empfielt sich also bei Caches in der Stadt die zuständige Dienststelle zu informieren dass es in einem Gebiet ein Geocache befindet. Die Polizei nimmt in der Regel dann die Kontaktdaten auf (so war es auch bei uns), damit sie einen Ansprechpartner für diese “Geocachingen-Drogen-Bomben-Fälle” haben.

Was kann man aber machen damit Anwohner erst garnicht auf die Idee kommen die Polizei anzurufen? Eine Möglichkeit wäre natürlich alle Anwohner zu informieren, in kleineren Wohngegenden mag dies vielleicht noch gehen, aber in der Innenstadt von Großstädten ist dies einfach nicht möglich.

Über weitere Ideen und Anregungen zum “entschärfen” von Geocaches bin ich sehr dankbar.

Geocacher als Drogendealer vermutet

Am Sonntagnachmittag auf dem Weg zu unserer Cachetour kamen wir an unserem Geocache 1. Abstatter Cache vorbei und sahen wie eine Frau und zwei Polizisten an dem Stein rumsuchen in dem wir unseren Cache versteckt hatten. Wir vermuteten schon worum es sich handelt und machten einen kurzen Schlenker um die Sache aufzuklären.

Die Polizisten schauten erst etwas komisch als wir uns als Geocacher vorstellten und von Schnitzeljagd mit GPS-Geräten und Internet faselten aber sie schienen ziemlich beruhigt dass es sich bei dem Stein wohl doch nicht um ein Drogenversteck handelte, weshalb die Frau die Polizei gerufen hatte.

Nachdem sie unsere Personalien aufgenommen hatten bekamen wir noch die Auflage wir sollten doch zukünftig alle unsere Verstecke im örtlichen Polizeidezernat anmelden. Wie gut dass der Chef von denen nebenan wohnt und ein guter Bekannter ist, das erleichtert das anmelden der neuen Verstecke ;-)