Urlaubsplanung Teil 2, der Gipfelcache

So, der Countdown läuft. Heute in einer Woche geht es ab in die Alpen, nach Oberstdorf. in der Zwischenzeit habe ich mich auch etwa mit den lokalen Caches auseinander gesetzt. Ich habe gemerkt, dass man doch schnell dazu neigt das Gelände zu unterschätzen! Was auf den Karten alles so Kindergarten aussieht und auch in der schönen 3D Ansicht von Google Earth noch leicht aussieht, ist in Wirklichkeit nichts für Anfänger … also für uns.

Nicht unweit von der Nebelhorn Spitze ist ein Cache für den man über ein Klettersteig muss. Auf den Fotos sieht dies eigentlich ganz leicht aus und sowohl Leiter als auch Geländer sind in den Fels geschlagen. Die Entfernung von der Gipfelstation (die mit der Seilbahn erreicht wird) bis zum Cache sind nur 600 Meter, also eigentlich easy going. Lediglich die Einstufung des Geländes mit 4,5 Sterne hat mich doch etwas gewundert. Aber schließlich bedeuten ja erst 5 Sterne dass man eine Spezialausrüstung braucht … und nicht 4,5!

Wie es der Zufall will, kam am nächsten Tag im Fernsehe eine Doku über das Nebelhorn und den Klettersteig Richtung großer Daumen (sprich, der Weg zum Cache). Nunja, nach 10 Minuten war der Entschluss gefasst, dass der Cache wohl doch nichts für uns Flachlandschwaben ist und wir doch lieber Kühe streicheln gehen!

Der Gipfelkreuz-Cache am Nebelhorn muss aber auf jeden Fall dran glauben! Auf den Logfotos sind immer wieder Kinder drauf, dann sollten wir das doch auch schaffen. Um es jedoch nicht zuuu einfach zu machen, habe ich mich entschieden nur bis eine Station unter den Gipfel zu fahren und den letzten Rest hoch zu laufen. Ein Grund dafür ist natürlich der Lost Place Cache, welcher sich genau auf diesem Weg befindet. Am Gipfel wird dann noch schnell der Nano eingeammelt und auf dem Fußweg von der Spitze bis runter nach Oberstdorf sind dann noch 3 weitere Caches fällig. Geschätzte Zeit für die Wanderung (inkl. Caches) liegt bei 3-4 Stunden und sollte doch eigentlich auch für uns Couch-Potatoes machbar sein und als Belohnung gibt es 5 neue Caches für die Statistik, wovon einer sowohl der südlichste, als auch der höchste ist.

Nur wo muss man lang laufen? Die Goolge Maps Karten sind da leider nicht sehr aufschlussreich. Die Route sollte jedoch viel bewandert sein und sicherlich irgendwo im Internet dokumentiert sein. Und schau da, was wäre die Welt nur ohne Geocacher! durch den Umweg über GPSies bin ich dann bei den Geoacher-Kollegen vom Longroad Blog gelandet, die (fast) die gleiche Strecke gewandert sind und mit GPS Track dokumentiert haben (an dieser Stelle ein kleines Dankeschön)! Somit wird also nur noch der fertige Track aufs GPS gezogen und nachgewandert! Es lebe die Technik!

Urlaubsplanung, Teil 1

Auch dieses Jahr geht es wieder primär zum Geocachen in den Urlaub. Ursprünglich hatten wir uns dieses Jahr nach Berlin und Hamburg nun den Ruhrpott, bzw. hauptsächlich Köln als neues Pilgerziel rausgesucht. Nachdem der Urlaub jedoch recht kurzfristig auf Mitte Juli geplant wurde (wo ja quasi nichts los ist) und die Wunschhostels in Köln alle schon ausgebucht waren, haben wir uns kurzerhand für ein anderes Ziel entschieden. Und zwar genau für die Gegenrichtung. Es geeeht … *Trommelwirbel* … in die schönen Deutschen Alpen nach Oberstdorf.

Die Köln Reisebücher sind nun in der Ecke gelandet und wurden durch Wanderkarten in Oberstdorf ersetzt. Ziel für die Statistik: Ein neuer südlichster Cache (Was bei Oberstdorf nicht schwer fallen dürfte, da es die südlichste Stadt in Deutschland kurz vor der Österreichischen Grenze ist) und der höchste Cache. Beide Ziele werden in einem Cache vereint und zwar im Cache ganz oben am Gipfelkreuz des Nebelhorns mit 2.200 Meter. Na hoffen wir mal dass unsere Kondition das mitmacht, schließlich will ich die Strecke von Oberstdorf bis zum Nebelhorn komplett durchlaufen … ok, wir haben uns eher darauf geeinigt, dass wir mit der Seilbahn bis zur letzten Station vor der Spitze fahren, die letzten 1.200 Meter (aber immer noch 300 Höhenmeter) erklimmen und dafür komplett von der Spitze  bis ins Tal zurück wandern.

Mich beschleicht die Angst, dass ich nach diesem Bergwanderungs-Mountainbike-Kanu-Urlaub erst mal eine Woche Urlaub brauch, weil ich den mächtigsten Muskelkater habe den ich je hatte. We will see, stay tuned!

Wanderabzeichen fürs Geocachen (DWJ)

Die Deutschen sind ein Wandervolk, dafür sind sie bekannt. Um noch mehr Menschen zum Wandern zu animieren, hat sich die Deutsche Wanderjugend (DWJ) nun den “Wander-Fitness-Pass” ausgedacht, mit dem man sich das “Deutsche Wanderabzeichen” verdienen kann (Offizielle Pressemeldung der DWJ: PDF).

Um sich das Deutsche Wanderabzeichen zu verdienen, muss mit Hilfe des Wander-Fitness-Pass eine gewanderte Strecke von 200 km nachgewiesen werden (Jugendliche 150 km, Kinder 100 km). Wie das Deutsche Sportabzeichen soll es das Wanderabzeichen auch in Bronze, Silber und Gold geben, was dafür aber erfüllt werden muss wird jedoch nicht genannt.

Um nun diese Kilometer zu sammeln nennt der DWJ viele Möglichkeiten wie z.B. das normale Wandern, Nordic Walking, Skilanglauf und unter anderem auch Geocaching. Der Haken an der Geschichte, es werden nur Kilometer gezählt, die von autorisierten Wanderführern begleitet und geführt werden. Wie man das nun mit Geocaching realisieren will und ob es in Zukunft nur noch DWJ Rudelcacher gibt, stell ich mir doch sehr fragwürdig vor.

Gerade fürs Geocaching würde es wohl sicherlich elegantere Möglichkeiten geben als einen autorisierten Guide der einem zu den Caches führt und man nur abwarten muss bis einer im Rudel den Cache findet. Z.B. spezielle autorisierte Multi-Caches (die Aufgrund der Umgebung nur gewandert werden können), eine Art Abklatsch von Whereigo das die Wanderung führt oder auch eine Möglichkeit gelaufene Tracks hochzuladen (wie es z.B. GPSies macht). Das aber mal nur so als reines Brainstorming.

[via n-tv]